„Wir wollen! Und wir wissen, dass es möglich ist“

EHC kann Geschichte schreiben - Remis reicht fürs CHL-Viertelfinale

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Konrad Abeltshauser, Maxi Kastner und Frank Mauer (v.l.) wollen gegen Bern Historisches schaffen.

Hochspannung am Oberwiesenfeld! Schafft der EHC Red Bull München den historischen Sprung ins Viertelfinale der Champions Hockey League? Ein Remis gegen den SC Bern reicht.

Am Dienstagabend kann der EHC Red Bull München nicht nur einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte setzen, er könnte Geschichte schreiben. Als erste deutsche Mannschaft kann der amtierende DEL-Champion ins Viertelfinale der Champions Hockey League (CHL) einziehen. Nach dem etwas überraschenden 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel vor einer Woche reicht den Red Bulls nun vor heimischer Kulisse ein Remis gegen den Schweizer Meister SC Bern für die nächste Runde (19.30 Uhr, live auf Sport1). „Wir sind jetzt hier und wollen das Viertelfinale erreichen – weil wir wissen, dass es möglich ist“, so Trainer Don Jackson. In einem eventuellen Viertelfinale ginge es übrigens entweder (wie schon in den Playoffs 2016) gegen die Växjö Lakers aus Schweden oder es käme zum RB-Derby gegen den EC Red Bull Salzburg, Jacksons Ex-Verein. Die Österreicher gewannen das Hinspiel zu Hause mit 2:1.

Doch zunächst gilt es für die Münchner die eigene Aufgabe zu meistern. „Das Spiel in Bern hat richtig viel Spaß gemacht, das war Eishockey auf einem guten Niveau“, so Stürmer Frank Mauer, der am Sonntag beim 5:1-Erfolg in der Liga gegen Düsseldorf seinen 100. DEL-Treffer erzielte hatte. Der Hinspielerfolg aber, das weiß auch er, war ein wenig glücklich. „Wir wissen jetzt, was uns erwartet. In Bern waren wir am Anfang etwas überrascht, die waren super-aggressiv und laufstark.“ Und auch sein Trainer weiß: „Wenn wir Spieler für Spieler vergleichen, sind sie vielleicht in der Tiefe von der Geschwindigkeit besser. Aber wenn wir sie hindern ihre Geschwindigkeit zu erreichen …“ Ja, dann kann am Oberwiesenfeld Geschichte geschrieben werden.

Defensive stabilisiert - Hoffen auf Rückkehr der Verletzten

Im Gegensatz zum Hinspiel kann Jackson wieder auf Jerome Flaake zurückgreifen, der am Wochenende sein Comeback feierte und gegen Düsseldorf sofort traf. Ob es dagegen bei den Verletzten Mads Christensen, Dominik Kahun oder Jon Matsumoto für den Kader gegen Bern schon reicht, ist fraglich. Hier ist Daumendrücken bis zum Eröffnungsbully angesagt. In Topform zeigen sich allerdings derzeit DEL-Topscorer Keith Aucoin (wurde am Montag 39 Jahre alt) und Maxi Kastner. Zudem stabiliserte sich zuletzt die Defensive des Meisters wieder – gute Vorzeichen also für den EHC.

Spezielle CHL-Regelung bei Verlängerung und Penaltyschießen

Spannung verspricht aber nicht nur die Ausgangslage, sondern auch die Playoff-Regelung der Königsklasse. Die Ergebnisse aus Hin- und Rückspiel werden aufgerechnet, Auswärtstore haben im Gegensatz zum Fußball im Zweifel aber nicht mehr Gewicht. Das heißt: Bei einem Berner Sieg mit einem Tor Vorsprung, ginge es eine Verlängerung von zehn Minuten im Modus Vier-gegen-vier. Fällt hier per Sudden-Death keine Entscheidung, kommt es zum Penaltyschießen mit jeweils fünf Schützen.

Der EHC hofft auf möglichst volle Ränge bei diesem hoffentlich historischen Eishockey-Abend. Aus Bern werden 150 bis 200 Fans erwartet.

Florian Weiß

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