Gegen Düsseldorf

Vierter Sieg! Schütz schießt scharf

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Im Wiesn-Trikot ließen die EHC-Spieler nichts anbrennen.

München - Viertes Spiel, vierter Sieg - so spielt ein echter Titelanwärter! Die Serie des EHC München hält an, auch zum Wiesnauftakt sackten die Männer von Trainer Don Jackson wieder drei Zähler ein.

Am Ende hieß es 4:3 gegen die DEG aus Düsseldorf. Durch zwei Treffer von Verteidiger Daryl Boyle und Mads Christensen ging der in Trachtenleiberl spielende EHC mit einer schmeichelhaften Führung in die erste Pause. Im Mittelabschnitt wurde die DEG aufgrund einiger Überzahlspiele gefährlicher und kam nach dem zwischenzeitlichen dritten Münchner Treffer durch Mads Christensen (21.) auch zum 3:1 Anschlusstreffer (25.). München ließ sich den ersten Wiesendreier 2014 jedoch nicht nehmen und erhöhte kurz nach dem zweiten Pausentee im Powerplay durch einen abgefälschten Richie Regehr Treffer (42.) auf 4:1 und sicherte somit den vierten Bullensieg in Folge. Da machte der zweite DEG-Treffer zum 4:2 (55.) sowie der 4:3-Anschluss sieben Sekunden vor dem Ende auch nichts mehr - das Wochenende war perfekt! Denn auch schon am Freitag lief alles wie am Schnürchen.

Das 5:2 bei den Krefeld Pinguinen bedeutete Platz eins in der DEL. Die Nationalspieler Michael Wolf (43. Minute), Yannic Seidenberg (52.) und Felix Schütz (59.) schossen im Schlussdrittel die entscheidenden Treffer. Vor allem Schütz konnte sich darüber freuen - für ihn war es das erste Spiel im neuen Trikot. Erst am Donnerstag stellte der EHC den Stürmer vor. Der 26-Jährige, der zuletzt für den russischen Klub Wladiwostok spielte, schlug sofort ein. Wobei das natürlich kein Wunder ist, denn Schütz hielt sich bereits einige Wochen im Training der Münchner fit. Aber können die Münchner den neuen Star überhaupt halten? Wie die tz erfuhr, hat momentan das Eishockeyteam aus Omsk Interesse am Deutschen. Wladiwostok verlangt aber eine hohe Ablösesumme. Und genau das ist auch der Knackpunkt, der Schütz’ Wechsel zurück nach Russland erschwert - dem EHC und seinen Fans dürfte es Recht sein…

Doch warum wechselte der gebürtige Erdinger überhaupt aus der zweitbesten Liga der Welt in die DEL? Fakt ist: Felix spielte sich in seinem ersten KHL Jahr bei Wladiwostok zum vereinsinternen Top-scorer und ist somit enorm wichtig für die ostrussische Truppe. Fakt ist auch: Felix möchte wechseln. Sein Anspruch lautet, weiterhin in der KHL aufzulaufen. Was aber nicht heißt, dass er nicht Feuer und Flamme für den EHC ist. „Indirekt hoffe ich natürlich schon, dass ich in der KHL unterkommen kann. Bis Dezember bietet sich mir noch die Chance zurückzukehren. Aber es muss natürlich alles passen. Ich bin dennoch froh, jetzt bei einem Topklub in Deutschland wie den EHC Red Bull München zu spielen und konzentriere mich auch voll auf meine Aufgaben im Team“, sagte Schütz nach dem 5:2-Auswärtssieg bei Laola 1.

Beim EHC können sie vorerst mit dem neuen Stürmer planen - nachdem sich  Schütz mit Wladiwostok nicht einigen konnte, besteht durchaus Hoffnung auf ein längeres Engagement. Der 26-jährige Nationalspieler erwägt zwar weiter einen Wechsel, was sich aber trotz seiner Vertragslosigkeit nicht als ganz einfach herausstellt. Hintergrund: Admiral Wladiwostok besitzt weiterhin die Rechte an dem Ex-Kölner und möchte ihn auch nicht ziehen lassen. Aufgrund einiger Missverständnisse entschied sich Schütz erst mal für den Wechsel an die Isar. „In erster Linie muss ich schauen, dass ich spielen kann“, so Schütz.  

Mathias Funk

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