Kapitän im Interview

Deutschland Cup: Wolf macht den Gegner-Check

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Michael Wolf, hier im EHC-Trikot.

München - EHC-Star Michael Wolf tritt mit dem DEB-Team beim Deutschland Cup an. Im Interview spricht der Kapitän über das Event und die Gegner.

Eine blamable WM, Olympia in Sotschi verpasst, der Verband fast pleite – es gab schon bessere Zeiten im deutschen Eishockey. Beziehungsweise: Bessere Zeiten sollen schnell wieder kommen. Der Start in eine bessere Zukunft ist am Freitag! Beim Deutschland Cup will das Team von Pat Cortina den Sieg, am Freitag (20 Uhr) geht es gegen die Schweiz. NHL-Sensationsdebütant Tobias Rieder, der vergangenen Sonntag in seinem ersten NHL-Einsatz für die Arizona Coyotes gegen Alexander Ovechkins Washington Capitals sensationell den 6:5-Siegtreffer erzielte, traut seinen Nationalmannschaftskollegen sogar den Turniersieg zu: „Wir haben nicht die besten Spieler der Welt, aber wenn wir als geschlossene Einheit auftreten und alles geben, können wir jede Nation schlagen.“ Der 21-Jährige tippt gleich drei Siege für Deutschland: 4:2 gegen Kanada, 3:1 gegen die Slowakei und 3:2 gegen die Schweiz. Und was glaubt Kapitän Michael Wolf? Das tz-Interview:

Michael, Sie sind nicht nur Lokalmatador, sondern können auch DEB–Rekordspieler werden. Was Besonderes?

Wolf: Ja, wenn es wirklich soweit kommen sollte, dann ist es sicher was besonderes. Aber im Turnier mache ich mir keine Gedanken darüber.

Hat das Team Germany das Zeug zum Cupsieg?

Wolf: Puh, das ist immer schwer zu sagen. Aber ich würde sagen, dass wir gut sind und natürlich ein gehöriges Wörtchen mitreden wollen. Die Spiele werden aber mit Sicherheit eng.

Die Nationalmannschaft hat Ziele im Visier, die sehr weit weg liegen: Heim-WM 2017 und Olympia 2018. Wie wollen Sie diese erreichen?

Wolf: Jetzt müssen wir erstmal den Deutschland Cup spielen. Bei der WM 2015 müssen wir uns dann besser präsentieren und versuchen, in der Weltrangliste Plätze gutzumachen. Wir wissen, dass wir nicht die großen Stars wie Owetschkin, Crosby oder Malkin haben – aber wenn wir einen guten Tag erwischen, hat man gesehen, dass wir gegen Nationen wie Russland oder Schweden mithalten oder sogar gewinnen können.

Am Freitag geht’s gegen den ewigen Rivalen. Was macht die Partie gegen die Schweiz so besonders?

Wolf: Für uns ist das wie ein Derby. Es ist immer extrem heiß. Viele Tore fallen meistens nicht, da die Spiele oft defensiv geprägt sind. Zuletzt hat sich die Schweiz auch nicht mit Ruhm bekleckert. Dafür waren sie aber in den Jahren davor enorm stark und 2013 WM Finalist.

Samstagnachmittag wartet dann die Slowakei…

Wolf: Die Slowaken sind die große Unbekannte im Turnier. Mal kommen sie mit einer alten, mal mit einer jungen, wilden Truppe. Das wissen wir nicht. Was wir aber wissen, ist, dass wir ihnen unser Spiel aufzwingen wollen.

Am Finaltag geht es nicht nur gegen Kanada, sondern auch gegen einige DEL-Kollegen. Mit Richie Regehr spielen Sie sogar gegen einen Teamkollegen vom EHC, der sich derzeit in Topform präsentiert. Komisch?

Wolf (lacht): Wir schauen erst mal auf die Schweiz, dann auf die Slowaken und dann erst auf Kanada. Zuletzt war’s schon so, dass man gegen Spieler spielt, die man kennt. Die Kanadier werden mit Sicherheit eine starke Truppe beisammen haben. Auch wegen Richie.

Interview: M. Funk

 

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