„Manchmal ist gut eben nicht gut genug“

Durschnaufen nach bitterem CHL-Aus - zehn Red Bulls zum Deutschland-Cup

Von dem bitteren Aus in der Champions Hockey League muss sich der EHC Red Bull München erst einmal erholen. Elf Akteure können sich den Frust von der Seele spielen, zehn davon beim Deutschland-Cup.

„Wir sind stolz auf unser Team“ und „Ihr habt gekämpft, wir ham's gesehen“ - die Fans feierten den EHC Red Bull München trotz des Ausscheidens aus der Champions Hockey League. 46 Minuten lang lebte der Traum von erstmaligen Einzug ins Viertelfinale, dann überrollte der SC Bern die Hausherren und gewann mit 5:2. „Diese Niederlage ist sehr frustrierend, aber wir haben einen starken Willen gezeigt und gutes Eishockey gespielt“, resümierte Trainer Don Jackson, dessen Team das Hinspiel 3:2 gewonnen hatte. Das ist fast untertrieben, agierte der EHC doch mit dem Schweizer Meister lange Zeit auf Augenhöhe, ehe ihm die Kräfte ausgingen. Jackson weiter: „Niederlagen gibt es nicht. Entweder man gewinnt, oder man lernt daraus – das war so ein Spiel.“

Schade allerdings, dass nur 2690 Fans dieses hochklassige Spiel in der Königsklasse live im Eisstadion verfolgten. Es war Werbung für das Münchner Eishockey und zeigte, dass es in der Lage ist, auf hohem europäischen Niveau mitzuhalten. „Wenn Bern so spielt wie heute, traue ich ihnen den Titel zu“, so der EHC-Kapitän Michael Wolf, der zwar enttäuscht, aber auch etwas stolz auf sein Team war. Immerhin konnte man in der CHL-Vorrunde drei von vier Duellen gegen skandinavische Topteams feiern und auch das Hinspiel in der Schweiz knapp gewinnen. „Wir haben gezeigt, dass wir das Tempo von Bern mitgehen können, aber manchmal ist gut eben nicht gut genug“, so Wolf.

EHC-Kapitän Michael Wolf am Puck, verfolgt von Berns Tristan Scherwey.

Die Red Bulls haben jetzt erst einmal Pause, denn am Wochenende steht der Deutschland-Cup an. Mit Danny aus den Birken, Konrad Abeltshauser, Yannic Seidenberg, Daryl Boyle, Dominik Kahun, Patrick Hager, Frank Mauer, Brooks Macek, Andreas Eder (Deutschland) und David Leggio (USA) reisen aber zehn EHC-Akteure zu ihren Nationalteams nach Augsburg, sie können sich dort das CHL-Aus direkt aus den Köpfen spielen. Zudem reist Markus Lauridsen mit der dänischen Mannschaft zum Österreich Cup.

„Die Pause ist für den einen oder anderen sehr wichtig“, so Wolf, „ich hoffe, dass wir danach mit einer kompletten Mannschaft angreifen können, denn bis Ende Januar kommen noch viele wichtige Spiele.“ In der Liga soll schließlich der erste Platz verteidigt werden.

Florian Weiß, Max Kramer

Rubriklistenbild: © GEPA Pictures

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