Sohn einer Eishockey-Legende

„Meine Kindheit in der NHL-Kabine“ - EHC-Neuzugang Bourque stellt sich vor

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EHC-Neuzugang Chris Bourque aus den USA.

Der Filius eines der besten Eishockey-Spieler der Geschichte spielt nun beim EHC München. Wir haben uns mit Chris Bourque über seinen prominenten Vater und den Umzug nach Bayern unterhalten.

Chris Bourque (33) ist einer der Zugänge beim EHC RB München. Bourque – da merken Eishockeyfans auf. Ray Bourque war einer der besten Eishockeyspieler aller Zeiten: 22 Jahre in der NHL, 1826 Spiele, 451 Tore, 1308 Vorlagen – eine unfassbare Bilanz für einen Verteidiger. Status: Legende. Sohn Chris hat es auch in die NHL geschafft, aber in bescheidenerem Rahmen (51 Partien). Unser Interview vor dem Saisonstart am Freitag in Augsburg.

Chris, wie ist es, in einer Eishockeyfamilie wie den Bourques aufzuwachsen?

Bourque: Grandios. Ich hatte eine wunderbare Kindheit mit vielen Gelegenheiten, in NHL-Kabinen zu gehen, viele gute Spieler zu sehen und zu lernen, was einen professionellen Eishockeyspieler ausmacht. Einfach ein Glück. Nach Siegen ließ man uns in die Kabine, und wir haben das genossen. Da wurde schon gefeiert.

Was hat Ihr Vater Ihnen beigebracht?

Bourque: Alles. Wie man läuft, wie man schießt. Das geht so bis heute. Ich kann mich mit jeder Frage an ihn wenden. Oder er gibt mir von sich aus Ratschläge, wenn er eines meiner Spiele gesehen hat.

EHC München: Trainer Don Jackson spielte oft gegen Bourque Senior

Was hat Sie nach München verschlagen?

Bourque: Ich habe auf eine Möglichkeit gewartet, in einer großen Stadt zu unterschreiben, in der es einen guten Eishockeyklub gibt. Meine Frau und ich waren uns einig: Wenn solch ein Angebot kommt, gehen wir hin. Ganz sicher. Für meine Familie ist das eine tolle Sache, hier zu leben.

Ihr Trainer beim EHC ist Don Jackson, ein NHL-Haudegen.

Bourque: Er hat gegen meinen Vater in den 80er-Jahren häufig gespielt. Die kennen sich.

Darf sich München auf einen Besuch des großen Ray Bourque freuen?

Bourque: Ich werde Familienbesuch bekommen, ja. Meine Eltern haben sich für November angekündigt.

Ihr Vater ist 58 – und noch in guter Form?

Bourque: Nun ja, er ist ein imposanter und großer Kerl. Als Spieler wog er bei 1,83 Meter rund 100 Kilo. Ich denke, er hat ein paar Pfunde draufgepackt. Er golft viel, spielt in seiner Freizeit aber immer noch Eishockey, davon kann er nicht lassen. Wenn er aufs Eis geht, ist er natürlich der beste Mann.

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Im Achtelfinale der Champions Hockey League wartet auf den EHC ein Klub aus Weißrussland.

Interview: Günter Klein

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