Vor Spiel in Ingolstadt

München gegen Meister: Der tz-Vergleich

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Vier Siege! Der EHC ist zur Wiesn-Zeit in Top-Form – auch optisch.

München - Das Bayern-Derby steht an: Der EHC München muss am Sonntag in Ingolstadt ran. Vor dem Spiel vergleicht die tz die beiden Teams.

Sonntag ist Derbytime! Als Tabellenführer reist der EHC München zum Bayern-Gipfel nach Ingolstadt (16.30 Uhr). Am Freitagabend stand für das Team von Don Jackson noch das Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters an (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe), jetzt gilt die volle Konzentration dem Duell mit dem amtierenden Meister. Die tz hat den Teamcheck gemacht.

Saisonstart

Zwölf Punkte aus vier Spielen – besser geht es nicht. Mit vier Siegen katapultierte sich der EHC an die Tabellenspitze. Meister Ingolstadt startete mit zwei Niederlagen, siegte zuletzt aber gegen Straubing und Krefeld. Mit sechs Zählern steht der ERC auf Rang acht.

Trainer

Don Jackson gilt als Erfolgstrainer. Der 58-jährige Amerikaner gewann zwischen 2007 und 2013 mit den Eisbären Berlin stolze fünf Mal den Pott. In der vergangenen Saison holte er mit dem EC Red Bull Salzburg den Titel in Österreich. Jetzt will Jackson, der im Gegensatz zu Ex-Coach Pierre Page zu den ruhigeren Trainern zählt, auch mit München Meister werden. Ingolstadts Chefcoach heißt Larry Huras – und ist in München kein Unbekannter. Der Kanadier hatte im vergangenen Jahr ein kurzes Intermezzo beim EHC. In Ingolstadt folgte er auf Meistercoach Niklas Sundblad. „Larry verlangt jedem unserer Spieler alles ab und möchte jedes Spiel unbedingt gewinnen“, sagt ERC-Sportdirektor Jiri Ehrenberger über den 55-Jährigen.

Stars

Mit Michael Wolf und Felix Schütz haben die Münchner zwei Nationalspieler verpflichtet. Wolf, der im Sommer nach neun Jahren in Iserlohn zu den Red Bulls wechselte, fühlt sich in München bereits pudelwohl – das zeigt er auch auf dem Eis. Der neue Kapitän gilt als zuverlässiger Scorer. Star der Schanzer ist Thomas Greilinger. Der 33-Jährige gehört nicht nur zu den wichtigsten Spielern des ERC, sondern auch zu den besten in der DEL. 2010 wurde er Torschützenkönig und zugleich zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt.

Etat

Das Budget des EHC liegt bei rund 13 Millionen Euro – Ligahöchstwert! Der Etat der Ingolstädter wird auf die Hälfte geschätzt. Heißen muss das nichts – schließlich düpierten die Donaustädter in der vergangenen Saison die Etatkönige aus München, Mannheim und Berlin und holten sich den Titel.

Saisonziel

In München wird nicht um den heißen Brei herumgeredet. „Es gibt nur ein Ziel. Und das heißt Meisterschaft“, machte Jackson vor einigen Wochen schon deutlich. Auch Servus-TV-Experte Rick Goldmann glaubt, dass die Münchner Bullen eine starke Saison spielen werden: „Ich glaube, das Team ist im Vergleich zur vergangenen Saison um einiges weiter. Der EHC muss in diesem Jahr klar unter die Top Sechs, wenn nicht sogar unter die besten vier kommen.“ Bei den Panthern hingegen setzt man die Ziele trotz letztjährigem Titelgewinn vorsichtiger. Nach dem Trainerwechsel sowie dem großen Umbruch gab man als Saisonziel die Qualifikation für die Playoffs an. „Wir wollen ohne große Schwierigkeiten in die Playoffs. Am besten natürlich direkt, ohne den Umweg über die Pre-Playoffs“, so Ehrenberger.

Fesche Buam: Der EHC im Wiesn-Outfit - Bilder

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mf

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