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Wieder alles offen

EHC verzweifelt an Endras: Mannheim gleicht im DEL-Finale aus

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EHC-Trainer Don Jackson.

Der EHC Red Bull München hätte am Samstagabend einen großen Schritt Richtung Meisterschaft machen können - doch nicht nur Gästekeeper Dennis Endras hatte etwas dagegen.

München - Wegen des überragenden Gäste-Goalies Dennis Endras steht für den EHC München im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft wieder alles auf Anfang. Die Adler Mannheim gewannen am Samstag in München 3:0 (1:0, 0:0, 2:0). Damit glichen die Mannheimer die Finalserie zwei Tage nach der Auftaktniederlage zum 1:1 aus. Sowohl die Adler als auch die Münchner benötigen noch drei Siege zum Titelgewinn.

In einem rasanten und hart umkämpften Spiel trafen Chad Kolarik (2. Minute), Nationalstürmer Markus Eisenschmid (44.) und Benjamin Smith (57.) für die Mannheimer, die zuletzt 2015 mit dem Silberpokal gejubelt hatten. Die Adler wollen die Ära der Münchner beenden und konnten sich dabei auf den einmal mehr starken Endras verlassen.

Am Ostermontag (14.00 Uhr, im Live-Ticker bei den Kollegen von mannheim24.de*) hat die Mannschaft von Trainer Pavel Gross wieder Heimrecht. Doch das ist in diesem Duell der beiden deutschen Eishockey-Topclubs in dieser Saison bislang kein Vorteil: Kurioserweise gingen alle sechs bisherigen Begegnungen zwischen München und Mannheim - einschließlich der vier Spiele in der Hauptrunde - an das jeweilige Auswärtsteam.

DEL-Finale: Mehr als 6.000 Zuschauer in München - doch Mannheim dominiert

Das 1:2 nach Verlängerung vom Donnerstagabend hatte die Mannheimer offenbar weiter angestachelt. Wie im ersten Finale setzten die Adler die Münchner sogleich unter Druck und erwischten diesmal einen perfekten Start. Kolarik hämmerte den Puck nach einem Bully schon nach 81 Sekunden ins Netz. Mannheim war vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Halle weiter die bessere Mannschaft.

Die Intensität nahm noch einmal zu. Die Anspannung entlud sich in hitzigen Faustkämpfen, selbst als das erste Drittel eigentlich bereits beendet war. Mannheims Trainer Gross hatte schon nach dem ersten Duell der beiden deutschen Eishockey-Großmächte eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen, weil er sich aus Sicht der DEL unsportlich gegenüber Spieloffiziellen verhielt.

Viele Strafen für Mannheim - doch der EHC nutzt das Powerplay nicht

Aufgrund von Strafen brachten sich die Mannheimer mehrfach selbst in Not. München nutzte aber selbst eine knapp einminütige doppelte Überzahl zu Beginn des Mitteldrittels nicht zum Ausgleich. Adler-Nationaltorhüter Endras parierte spektakulär gegen Derek Joslin. München steigerte sich. Doch wie die Münchner arbeiteten auch die Mannheimer intensiv und aggressiv in der Defensive.

Im Schlussdrittel legte dann Mannheims Playoff-Torjäger Eisenschmid nach einem Alleingang in Überzahl nach. Früh nahm Münchens Erfolgscoach Don Jackson Torhüter Danny aus den Birken vom Eis. Das ermöglichte den Mannheimern die Entscheidung mit dem Treffer ins verwaiste Tor: Endras legte für Smith vor.

dpa/fn

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