Mannheim-Patzer genutzt

EHC München stürmt an die Spitze - Sieg über Köln

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So feiert ein Spitzenreiter: Die EHC-Cracks bedanken sich bei den Fans nach dem 4:1 über Köln.

München – Wenn im Sport zwei Siegesserien aufeinandertreffen, dann ist klar, dass eine davon zu Ende geht. Die des EHC München blieb bestehen. Jetzt grüßt er von der Tabellenspitze. 

Am Freitagabend erwischte es die Kölner Haie, die nach vier Siegen in Folge wieder einmal unterlagen. Sie hatten es aber auch mit einem starken Gegner zu tun. Der EHC Red Bull München gewann vor 4 105 Zuschauern in der Olympia-Eishalle völlig verdient mit 4:1 und fuhr seinerseits den vierten Sieg in Serie ein. Der Folgen hatte: Weil die Adler Mannheim 3:4 nach Verlängerung gegen Wolfsburg verloren sind die Münchner jetzt Tabellenführer.

Vor dem Spiel war nicht ganz klar, mit welchem Gegner es der EHC zu tun hatte. Trat da die Mannschaft in München an, die in dieser Saison ganz schwach gestartet war und sich als Konsequenz von Trainer Uwe Krupp getrennt hatte? Oder das Team, das zuletzt unter dem neuen Coach Niklas Sundblad immer mehr Fahrt aufnahm und nach zwei Vize-Meisterschaften in Folge doch eigentlich Selbstvertrauen haben sollte? Der EHC München schien sich zu keiner Phase der Partie dafür zu interessieren, welches Gesicht die Haie zeigen würden. Die Mannschaft von Trainer Don Jackson war von der ersten Sekunde an hellwach und ließ die Gäste erst gar nicht ins Spiel kommen.

Die Münchner attackierten in der Anfangsphase früh und zwangen die Haie immer wieder zu Scheibenverlusten. Schon in der dritten Minute ergaben sich so gute Chancen für Uli Maurer und Yannic Seidenberg. Der EHC dominierte das Spiel in der Folge, 21:5-Schüsse im ersten Drittel waren ein deutliches Zeichen dafür. Einer dieser Schüsse fand auch den Weg ins Tor, Seidenberg gelang in der 18. Minute das 1:0.

Die Haie wussten sich mit zunehmender Spieldauer vermehrt nur noch mit Fouls zu helfen. Zwei der Überzahl-Situationen nutzte der EHC. Evan Brophey traf in der 25. Minute nach einer Kombination über Michael Wolf und Alexander Barta zum 2:0, Kapitän Michael Wolf erzielte das 3:1, als der EHC zwei Mann mehr auf dem Eis hatte und diesen Vorteil geduldig ausspielte (34.). Bei den Kölner Haien ging auch im zweiten Drittel abgesehen vom zwischenzeitlichen 1:2 durch Alexander Weiß (26.) nur wenig zusammen.

Im Schlussabschnitt krönte Alexander Barta seine starke Leistung, als er nach nur 34 gespielten Sekunden seinen zwei Assists auch noch ein Tor folgen ließ. Sturmpartner Yannic Seidenberg hatte ihn bei einem Konter bedient. Die restliche Spielzeit sorgte der EHC mit einer konzentrierten Leistung dafür, dass Torwart Niklas Treutle einen ruhigen Abend erlebte, sparte Kräfte für das Auswärtsspiel am Sonntag bei Mannheim-Bezwinger Wolfsburg – und genoss nach der Schlusssirene die „Spitzenreiter, Spitzenreiter“- Gesänge der Fans.

von Christoph Fetzer

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