Vier Münchner beim Deutschland Cup dabei 

Bullen-Power für die großen Pläne

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Florian Kettemer wurde nachnominiert.

München - Pat Cortina ist kein Mann der großen Worte. Vor dem Deutschland-Cup ging der Eishockey-Bundestrainer aber mal so richtig in die Vollen.

Pat Cortina ist ein kluger Analytiker. Für mediale Präsenz und markige Sprüche ist der deutsche Eishockey-Bundestrainer dagegen nicht bekannt. Umso interessanter seine Aussagen im Vorfeld des Deutschland-Cups, der ab Freitag 25. Jubiläum feiert. Da ging er verbal mal in die Vollen! „Wir haben das Potenzial, den Titel zu gewinnen“, schickte der 50-jährige Italo-Kanadier schon im Vorfeld eine Kampfansage an die Konkurrenten aus Kanada, der Slowakei und der Schweiz.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Coach auf eine gute Mischung. „Ich will das beste Team und nicht das größte Talent“, beschrieb er sein Anforderungsprofil. 28 Kandidaten haben es in den Kader geschafft, 13 waren bereits bei der WM Teil des Teams, 15 sind neu – ein Mix, der Ausgewogenheit verspricht. Mit dabei sind auch vier Bullen vom EHC Red Bull München, die besonders heiß auf die Duelle im eigenen Stadion sind. Goalie Niklas Treutle, Yannic Seidenberg und Michael Wolf waren von Anfang an dabei, Florian Kettemer ist einer von vier Glücklichen, die nachnominiert wurden. Bullen-Power für den Cup-Sieg!

Die Stimmung ist gut, auf dem Eis und außerhalb: Denn das vergangene Wochenende verlief äußerst positiv. Am Sonntag konnte DEB-Präsident Franz Reindl bei der Mitgliederversammlung punkten und neue Partner für den finanziell schwer angeschlagenen Eishockeybund gewinnen. „Das war sehr positiv, es gab ein tolles Feedback für unser Konzept“, sagte Reindl gestern und fügte merklich erleichtert an: „Endlich steht wieder der Sport im Mittelpunkt!“

Das soll auch so bleiben, und der Hoffnungsträger des deutschen Eishockeys ist dabei der EHC, sagt Reindl: „Die Red Bulls machen top Werbung für den Sport. Wir sind froh, dass wir sie haben.“ Aber jetzt sind sportliche Erfolge gefragt, und dafür will Cortina sorgen: „Der beste Weg, seinen Job von morgen zu garantieren, ist seinen Job heute zu machen!“ Den Job machen – das bedeutet den Sieg beim Deutschland-Cup.

Maximilian Schmeckel

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