"Ein Dämpfer zur richtigen Zeit"

EHC-Pleite gegen DEG als Motivation für die Playoffs

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Unzufrieden mit dem zum Teil zögerlichen Spiel seines Teams: Trainer Don Jackson und Michael Wolf.

München - Die Heimniederlage im Spitzenspiel gegen Düsseldorf hat den EHC Red Bull München ausgebremst. Doch Konrad Abeltshauser sieht den Dämpfer als Motivation.

Der Erfolg ist dem EHC Red Bull München zu Kopf gestiegen. Wenn man es mal überspitzt formulieren möchte. Zumindest bezogen auf die jüngste Begegnung. Nach zuvor fünf Siegen in Folge inklusive dem 5:2 in Berlin musste die Truppe vom Oberwiesenfeld mit dem 1:2 gegen die Düsseldorfer EG wieder einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Einen verdienten.

„Es wollten alle zu viel“, räumte Konrad Abeltshauser ehrlich ein. „Mit dem Selbstvertrauen im Rücken mutet sich der eine oder andere vielleicht ein bisschen zu viel zu.“

Abgedrängt: ­Münchens Yannic Seidenberg gegen Corey Mapes.

Mindestens genauso ehrlich wie direkt war Don Jackson. „Einige müssen besser spielen“, monierte der Headcoach und pickte sich gleich ein Beispiel heraus. Kurz nach Beginn des Schlussdrittels war Jerome Samson auf dem besten Wege zum 2:2. Doch der 28-Jährige zögerte im Zwei-gegen-eins-Duell zu lange. „Da hat er einen Fehler mit der Scheibe gemacht“, bemängelte der Trainer, der den Kanadier damit aber nicht an den Pranger stellen wollte. „Alle hatten eine Menge Fehlpässe. Und wir wollen nicht sagen, dass ein Goalie den Unterschied machen kann. Wir allein sind dafür verantwortlich, dass wir den Puck nicht im Netz untergebracht haben.“

Klare Worte des 59-Jährigen. Dabei wollte er sich ebenso wenig wie seine Profis alles schlechtreden lassen. Auch wenn die Red Bulls die Tabellenführung nach zwei Tagen ungern wieder an die Eisbären aus Berlin abgegeben haben, die die Niederlage der Münchner ausnutzten und sich Platz eins mit dem 5:2-Sieg gegen die Hamburg Freezers zurückeroberten. „Wir wollen“, sagte Abeltshauser, „uns die beste Ausgangslage für die Playoffs schaffen.“

Und wer weiß, vielleicht war die verlorene Partie gegen die DEG „ein Dämpfer zu richtigen Zeit“, wie der Verteidiger hofft. „Dann kommen wir mit noch mehr Biss aus der Pause heraus. Den ersten Platz holen wir uns schon noch.“ Die Angriffslust haben sie bei den Red Bulls trotz des kleinen Dämpfers jedenfalls noch nicht verloren.

Marcel Guboff

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