EHC-Sieg in der Overtime

Wolf entscheidet Krimi gegen Freezers 

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Steve Pinizzotto und der EHC siegten gegen Hamburg nach der Overtime.

München - Schon wieder ein Krimi! Der EHC Red Bull München gibt gegen Hamburg einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand, macht dann in der Overtime aber alles klar.

Michael Wolf musste es richten. Der Kapitän des EHC München schaltete nach einem Schussfehler der Hamburg Freezers blitzschnell um und sicherte seinem Team mit einem eiskalt verwandelten Konter in Unterzahl nach 84 Sekunden in der Overtime den 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 1:0)-Sieg nach Verlängerung – und damit auch die nächsten beiden Punkte nach dem 3:2 nach Penaltyschießen in Wolfsburg.

Es dauerte eine Weile, bis die Partie Fahrt aufnahm. Aber dann waren es zunächst die Red Bulls, die aufs Gaspedal drückten. Nachdem Keith Aucoin den Hamburger Spielaufbau noch im eigenen Drittel gestört hatte, Wolf beim Zuspiel aber an Goalie Dimitrij Kotchnex gescheitert war (7.), war das Duo kurz darauf doch noch erfolgreich: Dr Kapitän bestrafte einen Aussetzer der Freezers mit dem 1:0 (8.) so hart, dass sogar sein Schläger zerbrach. Nur 50 Sekunden später erhöhte Steve Pinizzotto nach einem dicken Patzer von Samuel Klaasen auf 2:0 (9.). Und es hätte gut so weiter gehen: Florian Kettemer an den Pfosten (13.) und Wolf (zweimal 14.) verpassten weitere Chancen. Die Gäste erholten sich allmählich von dem Schock, erhöhten den Druck, schnürten die Münchner lange im eigenen Drittel ein und waren bei einem Aufbaufehler des EHC in Person von Nicolas Krämmer ebenfalls zur Stelle und verkürzten auf 2:1 (16.).

In Unterzahl nach Wiederbeginn zunächst hochkonzentriert, nutzte Jason Jaffray im anschließenden Powerplay eine Lücke zum 3:1 und erzielte seinen sechsten Treffer im sechsten Match! Anschließend war es Keeper Danny aus den Birken, der die Führung vor 2560 Zuschauern mit Glanztaten gegen Sean Sullivan und Marcel Müller (40.) festhielt. Hamburg blieb aber unbeeindruckt, glich durch Adam Mitchell nach Patzer von Dominik Kahun (43.) und Jerome Flaake per Konter (46.) zum 3:3 aus. Der EHC warf zwar noch einmal alles in die Waagschale, dennoch reichte es nur noch für die Overtime, in der Wolf alles klar machte.

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