Schwächen von Freitag abgestellt

Sieg in Ingolstadt: EHC erstmals Hauptrunden-Meister

+
Geschafft! Die Red Bulls sind Hauptrunden-Meister.

Ingolstadt/München - Geschafft! Der EHC RB München ist nach dem Sieg in Ingolstadt erstmals Hauptrunden-Meister. Die Red Bulls zeigen dabei, dass die eine lang anhaltende Schwäche offenbar abgelegt haben.

Das erste Etappenziel ist erreicht. Der EHC Red Bull München ist nach dem 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)-Sieg im Derby beim ERC Ingolstadt erstmals in der Vereinsgeschichte Hauptrunden-Meister und damit erneut für die Champions Hockey League qualifiziert. Ganz zur Freude von Don Jackson – auch wenn der Headcoach meinte: „Diese Partie war ein Spiegelbild unserer Saison. Wir hatten einen schweren Start, aber die Mannschaft hat Härte und Entschlossenheit gezeigt.“

Yannic Seidenberg brachte den EHC in der ersten Überzahl-Situation in Führung (7.). Zwar wies die Statistik im ersten Drittel 10:2 Schüsse für die Gäste aus, dennoch war es eine hart umkämpfte Partie. „Beide Teams waren defensiv, daher waren wir froh, das erste Tor erzielt zu haben“, meinte Dominik Kahun. Auf den Ausgleich durch David Elsner antwortete Frank Mauer nur 44 Sekunden später mit dem 2:1 (34.). Ansonsten war es das Spiel der Goalies, bis Michi Wolf elf Sekunden vor dem Ende der Begegnung alles klar machte. Dabei scheinen die Red Bulls ihre Schwäche passend vor den Playoffs abgelegt, denn schon beim 3:4 am Freitag im Shootout gegen die Grizzlys Wolfsburg war München zweimal im Powerplay erfolgreich. „Das sollte uns Selbstvertrauen geben“, meinte Seidenberg.

Mit dem Auftritt in Ingolstadt bewies der EHC auch, dass jener zwei Tage zuvor ein Ausrutscher gewesen war. Denn da war der Hauptrunden-Erste zwischenzeitlich „zurück in alte Zeiten gefallen“, wie es Jackson enttäuscht und sauer formulierte. Besonders frustriert er deshalb, weil sein Team im Schlussdrittel eine Zwei-Tore-Führung herschenkte.

Ausschlaggebend war für Jackson das Verhalten in der Offense: „Wir hatten zu viele Turnovers. Meistens war der Puck fünf, sechs Sekunden danach schon im Tor.“ Einmal sogar in Überzahl, als Keith Aucoin sich von Mark Voakes die Scheibe abnehmen ließ. Vor dem 3:3 durch Armin Wurm leistete sich Jeremy Dehner einen kapitalen Fehlpass. „Das ist eine Sache der Konzentration“, meinte Jackson. „Wir waren meistens zu langsam.“ Toni Söderholm war es auch eine Gelegenheit, um „für die Playoffs zu lernen“, wenn es gegen Ingolstadt, Straubing oder Mannheim geht. Mit direktem Erfolg, wie der EHC in Ingolstadt bewiesen hat.

Die Playoffs in der DEL 2016

Die Playoffs 2016 in der DEL stehen an: Wir erklären, wie die Entscheidung um die deutsche Eishockey-Meisterschaft abläuft und wann und wie die Teams antreten müssen. Außerdem erfahren Sie hier, wie Sie die DEL-Playoffs 2016 live im TV und im Stream sehen können.

Der EHC München im Playoff-Halbfinale

Spiel 1: EHC Red Bull München gegen Kölner Haie

Spiel 2: Kölner Haie gegen EHC Red Bull München

Spiel 3: EHC Red Bull München gegen Kölner Haie

Spiel 4: Kölner Haie gegen EHC Red Bull München

Die Ticker zum Nachlesen

Spiel 1: EHC Red Bull München gegen Straubing Tigers

Spiel 2: Straubing Tigers gegen den EHC Red Bull München

Spiel 3: EHC Red Bull München gegen Straubing Tigers

Spiel 4: Straubing Tigers gegen EHC Red Bull München

Spiel 5: EHC Red Bull München gegen Straubing Tigers

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Red Bulls verpflichten dänischen WM-Verteidiger
Red Bulls verpflichten dänischen WM-Verteidiger
Meister-Verteidiger verlässt den EHC in Richtung Österreich
Meister-Verteidiger verlässt den EHC in Richtung Österreich

Kommentare