Finale gegen Wolfsburg

Irrer Krimi! EHC gewinnt den ersten Akt in der Verlängerung

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Der EHC entschied das erste Finalspiel gegen die Grizzlys erst in der Verlängerung für sich.

München - War das ein Krimi! Der EHC Red Bull München und die Grizzlys Wolfsburg machen den Sieger im ersten Final-Spiel erst in der Verlängerung aus. Jeremy Dehner machte alles klar.

Es war nicht nur intensiv, sondern auch nichts für schwache Nerven. Gleich das erste Spiel in der Finalserie ging in die Overtime. 71:40 Minuten dauerte es, bis der EHC Red Bull München als Sieger feststand. Jeremy Dehner sorgte mit einem Schlagschuss für den 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0)-Erfolg im ersten von sieben möglichen Akten des Krimis gegen die Grizzlys Wolfsburg.

Von der ersten Sekunde an lieferten sich die Teams intensiven und schnelles Duell. Dabei hätte es die Red Bulls früh erwischen können. Nach einem Fehler von Toni Söderholm hatte Sebastian Furchner die Chance zur Führung, doch der Wolfsburger schoss die Scheibe am Tor vorbei (3.). Ebenso knapp verpasste Maxi Kastner für den EHC (5.). Es war jedoch keineswegs ein Duell der Torchancen. Geduld war gefordert. Vor allem bei den Red Bulls, die zwar immer besser in die Partie fanden, gegen das Forechecking der Grizzlys aber nur selten zur Entfaltung kamen. Dann schlug München zu: Jerome Samson verwertete seinen eigenen Rebound zum 1:0 (12.), ehe Kastner kurz darauf den zweiten Treffer verpasste.

„Wir wissen, wie gefährlich Wolfsburg ist. Sie stehen defensiv gut“, meinte Florian Kettemer. Tatsächlich steigerten sich die Grizzlys auch vorne und gestalteten den zweiten Abschnitt weitgehend ausgeglichen. Die überwiegend lauernden Gäste ihrerseits waren vor allem dann da, wenn die ansonsten defensivstarken Münchner mal nicht so konzentriert waren – wie nach 27 Minuten, als Höhenleitner plötzlich frei vor Leggio stand. Doch der Goalie bewahrte die Nerven (27.). Die größeren Drangphasen hatten jedoch die Red Bulls, die nach Versuchen von Daniel Sparre (28.), Matt Smaby (31.), Kettemer (32.) oder Frederic St-Denis (37.) allerdings erfolglos blieben. Die Grizzlys richteten sich daraufhin noch einmal auf und gingen körperbetonter zur Sache, was ihrem Spiel guttat. Bestes Indiz war die Riesenchance kurz vor der Pause, als Höhenleitner frei vor dem EHC-Gehäuse stand. Leggio machte sich zunächst lang, aber nicht lang genug. Der Wolfsburger musste eigentlich nur noch einschieben, doch der Keeper bekam noch irgendwie den Schläger an den Puck und verhinderte den Ausgleich.

Die Grizzlys wollten es im letzten Drittel noch einmal wissen, hatten viel Puckbesitz, ohne am EHC-Bollwerk vorbeizukommen. München machte die Räume eng, bis Andre Reiss plötzlich ungedeckt an der blauen Linie stand. Per Schlagschuss bestrafte er diese Unaufmerksamkeit der Red Bulls mit dem 1:1 (49.). „Da hat uns die Zuordnung gefehlt“, meinte Yannic Seidenberg. Nachdem Dominik Kahun aus zwei Metern die erneute Führung verpasst hatte (55.), scheiterte Gerrit Fauser auf der anderen Seite gleich doppelt am Pfosten (59.). Erst in der Verlängerung machte Dehner mit seinem straffen Schuss alles klar für die Red Bulls.

Marcel Guboff

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