Bewaffneter Raubüberfall auf Bäckerei - Täter flüchtig

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Nach dem Sieg gegen Straubing

Der EHC wartet auf seinen Halbfinal-Gegner

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Routine trifft: EHC-Kapitän Michael Wolf (35) gelangen beim 2:1 gegen Straubing beide Tore.

München – Die Pflicht hat der EHC Red Bull München gegen die Straubing Tigers erfüllt. Nun können sich die Spieler erholen und währenddessen auf den Halbfinal-Gegner warten.

Verfolgen Sie die Final-Spiele im Live-Ticker: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München

Es ist eine komplizierte Jahreszeit für das Eishockey, das wird offenbar, wenn man das Stadionheft der Eisbären Berlin aufschlägt, das am Donnerstag zum Playoff-Match gegen die Kölner Haie erschien. Stefan Ustorf, der Sportliche Leiter, schrieb in staatstragenden Worten sein Vorwort zur Lage des Klubs – aber er konnte nicht sagen, wann genau man sich in Berlin wiedersehen würde. „Das nächste Heimspiel findet entweder am Montag, 28.3., oder am Mittwoch, 30.3., oder im Sommer zur Champions Hockey League statt.“ Nach dem Spiel gegen die Kölner Haie wusste man nur ein bisschen mehr, nämlich, dass die Eisbären auf alle Fälle diese Saison noch ein nächstes Heimspiel haben werden. Die Optionen sind: siebtes Viertelfinale (Montag – wenn man am Samstag das sechste in Köln nicht gewinnt) oder erstes Halbfinale (Mittwoch – und dann noch weitere Termine).

So ist das, wenn man in einer dieser Best-of-Seven-Serien der Playoffs steckt und diese hin- und herwogen. Keiner ist mit einem „Sweep“, also mit 4:0 Siegen, durchgekommen, noch nicht einmal der EHC München. Mit einem 3:0-Vorsprung war er am Dienstag nach Straubing gefahren und hatte den Anschluss hinnehmen müssen. Im folgenden Spiel am Donnerstag in München machte der EHC dann zwar den Sack zu, doch dies gelang nur unter größten Mühen. Mit einem 0:1-Rückstand ging der EHC ins letzte Drittel, zweimal traf dann Michael Wolf, den Trainer Don Jackson zum „Spieler des Spiels“ kürte. Wolf ist 35, er steht für die Gruppe der „veteran players“, wie Jackson sie nennt. Routinierte Leute, die mit kritischen Situationen umgehen können.

EHC-Kapitän Wolf: Erst Chancentod dann Matchwinner

Zwei Tage zuvor war Wolf in den entscheidenden Momenten noch am Straubinger Torwart Matt Climie gescheitert. Der „hot goaltender“, der heißgelaufene Schlussmann auf der Gegenseite, ist der Playoff-Albtraum im Eishockey. Wolf hatte einräumen müssen, „dass Climie schon ein recht guter Mann ist, einer der besseren in der Liga“. Doch pflichtgemäß fand der EHC-Kapitän, „dass wir auf dieser Position auch zwei starke Leute haben – wenn nicht sogar bessere“. Spielen kann aber nur einer, Trainer Jackson hat sich gegen Danny Aus den Birken und für seinen amerikanischen Landsmann David Leggio entschieden, der mit vier Gegentreffern durch die fünf Partien kam.

Wie der EHC München haben auch die Grizzlys Wolfsburg das Halbfinale erreicht. Der VW-/Skoda-Verein schubste mit einer 4:1-Serie die Düsseldorfer EG aus den Playoffs. Noch offene Fragen bestehen in den Duellen Berlin – Köln (3:2) und Nürnberg – Iserlohn (3:2). Hier können am Samstag Entscheidungen fallen. Oder am Ostermontag.

Der EHC München muss auf seinen Halbfinal-Gegner warten. Er bekommt den, der nach der Hauptrunde die schlechteste Platzierung aufzuweisen hatte, also entweder Köln (7.), Nürnberg (6.) oder Wolfsburg (4.). Schon am Mittwoch geht’s in der Olympiaeishalle mit einem Münchner Heimspiel los. Wie gesagt: Playoffs haben ihre komplizierten Seiten.

Die Münchner sind mit ihrer Situation aber natürlich sehr zufrieden. Erstmals in der Geschichte des EHC (seit 2010 in der DEL) wurde eine Playoff-Runde erfolgreich bestritten (inzwischen mit Millionen-Subventionen des Red-Bull-Konzerns), „ich freue mich für die Leute in der Organisation, die schon seit Jahren dabei sind“, sagt Don Jackson. Dass sein Team weder am Samstag noch am Montag ein Spiel zu bestreiten hat, ist ihm ganz recht. Kapitän Wolf verrät: „Einige Spieler sind angeschlagen oder kränklich.“ Verteidiger Daryl Boyle meint: „Wir haben nun Extratage zur Heilung einiger Jungs.“ In seiner Muttersprache sagt er: „Rest is a weapon“, Pause ist eine Waffe – und das klingt nach einer Playoff-Weisheit. Einer eher unkomplizierten.

Die DEL Playoffs 2016

Wie Sie die DEL Playoffs 2016 live sehen, erfahren Sie im TV Guide. Außerdem haben wir für Sie alle wichtigen Infos zu den DEL Playoffs 2016 zusammengefasst.

Der EHC München im Finale der Playoffs

Spiel 1: EHC Red Bull München gegen Grizzlys Wolfsburg 2:1 nach Overtime

Spiel 2: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München 4:5

Spiel 3: EHC Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 4:1

Der EHC München im Playoff-Halbfinale

Spiel 1: EHC Red Bull München gegen Kölner Haie

Spiel 2: Kölner Haie gegen EHC Red Bull München

Spiel 3: EHC Red Bull München gegen Kölner Haie

Spiel 4: Kölner Haie gegen EHC Red Bull München

Spiel 5: EHC Red Bull München gegen Kölner Haie

Die Viertelfinal-Ticker zum Nachlesen

Spiel 1: EHC München gegen Straubing Tigers

Spiel 2: Straubing Tigers gegen EHC München

Spiel 3: EHC München gegen Straubing Tigers

Spiel 4: Straubing Tigers gegen EHC München

Spie 5: EHC München gegen Straubing Tigers

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