Red Bulls lauern hinter den Adlern

EHC hat Düsseldorf vor der Brust, aber Mannheim im Hinterkopf: „Wir wollen sie kriegen“

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Szene aus dem ersten Duell des EHC mit der DEG: Keith Aulie (l.) im Duell mit Düsseldorfs Jaedon Descheneau.

Der EHC Red Bull München ist Spitzenreiter Adler Mannheim auf den Fersen. Damit das so bleibt, muss ein Sieg bei der Düsseldorfer EG her.

München - Klare Ansage vor dem Spiel gegen Düsseldorf! „Wir wollen sie kriegen“, kündigt Red-Bull-Spieler Ryan Button an. Gemeint ist aber nicht der am Freitag wartende Gegner aus Düsseldorf, sondern Tabellenführer Mannheim. Denn: Durch den 2:0-Sieg am Mittwochabend gegen Krefeld rückt der EHC Red Bull München bis auf fünf Zähler an Spitzenreiter Adler Mannheim heran! Aber nur mit einem Sieg am Freitag bei der wieder erstarkten und runderneuerten Düsseldorfer EG können die Münchner weiter Druck ausüben. 

Mit Blick auf die in dieser Saison beeindruckend konstant spielenden Mannheimer sagte EHC-Coach Don Jackson: „Wir müssen mit ihnen Schritt halten.“ Im Dezember gastiert Mannheim gleich zweimal in München (9. und 21.12.), die Partien hat der Trainer bereits im Hinterkopf: „Da freuen wir uns drauf.“

Braucht der EHC auch gegen Düsseldorf ein Zufallstor und viel Geduld?

Doch nun geht der Blick erst einmal nach Düsseldorf. Die Rheinländer hatten vor der Saison die Hälfte der Spieler ausgetauscht, rangieren derzeit auf Rang vier. Button betont das hohe Tempo und den souveränen Keeper Mathias Niederberger. „Es ist schwer, dort zu spielen, da müssen wir unser Bestes geben“, fordert Button.

Der Schlüssel zum Erfolg gegen Krefeld war die Geduld. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, sie hat nicht den Kopf verloren“, lobte Trainer Don Jackson seine Cracks. Über 42 Minuten lang mühten sich seine Mannen am Mittwoch gegen Krefeld ab, erst dann knackte Ryan Button den Abwehrriegel. Mit einem „Zufallstor“, wie es Don Jackson nannte.

Button: „Vielleicht geht man nicht immer ganze 100 Prozent zur Sache“

„Es war klar, dass es kein schönes Tor sein wird“, grinste Button über seinen erst zweite Saisontreffer. Dass sich die Hausherren so lange schwer taten, sieht er auch den vielen Spielen geschuldet, da werde man manchmal „ein wenig träge, vielleicht geht man nicht immer ganze 100 Prozent zur Sache als wenn man nur Freitags und Sonntags spielt und man ausgeruhter ist.“ Dennoch freue er sich auf den Jahresendspurt. Bis zum Jahresende muss der EHC noch 14 Pflichtspiele (zwölfmal DEL, zweimal Champions League) in 30 Tagen absolvieren - ein echter Marathon.

Florian Weiß

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