Vor über 10.000 Zuschauern

Der EHC zieht in die Olympiahalle

München - Wenn das mal keine gute Nachricht ist. Für zwei Spiele zieht der EHC Red Bull München in die große Olympiahalle um. Vor allem das Derby gegen Augsburg verspricht noch mehr Feuer als sonst.

Der EHC Red Bull München zieht um - zumindest für zwei Partien. Für den Derby-Klassiker gegen die Augsburger Panther am 26. Dezember sowie zwei Tage später gegen DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin geht es in die große Olympiahalle.

"Das ist noch einmal eine ganz andere Atmosphäre. Da sieht man, dass auch in München die Möglichkeit besteht, über 11.000 Zuschauer anzuziehen. Vor allem im Derby gegen Augsburg wird es richtig krachen", sagt Uli Maurer, der auch schon beim "Volle Halle"-Spiel gegen Augsburg am 30. Dezember 2011 mit von der Partie war. "Diese Spiele um die Weihnachtszeit sind sowieso immer der Wahnsinn."

In der Olympiahalle wird im Dezember wieder DEL-Eishockey gespielt.

Damals bezwangen Maurer und Co. die Panther in der ausverkauften Olympiahalle mit 5:0. Sein damaliger Kapitän Stéphane Julien brachte den EHC im zweiten Drittel mit 1:0 in Führung, bevor Maurer selbst seinen großen Auftritt hatte und in doppelter Unterzahl nach einem Sololauf zur Vorentscheidung einnetzte. Die weiteren Torschützen waren der heutige Krefelder Martin Schymainski mit einem Doppelpack und David Wrigley (spielt aktuell für die Bietigheim Steelers), einer der besten Freunde von Münchens Neuzugang Steve Pinizzotto. Die Stimmung in der restlos ausverkauften Halle sorgte während des Spiels und auch danach für Gänsehaut. "Ich habe viele schöne Erinnerungen an meine Zeit hier in München, aber ich denke, das Spiel in der Olympiahalle sticht hervor. Das war ein Event, das über den Sport hinausging und bewiesen hat, welches Potenzial Eishockey hat. Das bleibt unvergesslich. Umso schöner, dass wir Ende Dezember gleich zwei Mal in der Olympiahalle spielen können", schwärmt Maurer.

Nach genau vier Jahren wird unter der Zeltdachkonstruktion also wieder DEL-Eishockey gespielt. Damit Cheftrainer Don Jackson und seine Spieler vor dieser beeindruckenden Kulisse spielen können, singt nicht nur der eigens für diese beiden Spiele konzipierte Eishockey-Botschafter „Aloisius“ laut „Hockey HALLEluja“, es wird auch ein gewaltiger Aufwand hinter den Kulissen betrieben.

Fünf Tage lang werden 20 Monteure in zwei sich abwechselnden Montagetrupps jeweils 24 Stunden pro Tag arbeiten. Gespielt wird dann auf einer sogenannten EPDM-Eisbahn. Dabei werden transportfähige Module mit Kühlrohren, in diesem Fall Eismatten aus flexiblen EPDM-Gummi, ausgerollt und an eine Kühlmaschine angeschlossen. Danach werden über 20.000 Liter Wasser in mehreren Schichten aufgesprüht bis das Eis perfekt ist. In der Olympiahalle werden vier Kältemaschinen dafür sorgen, dass die Flüssigkeit auf einer Rohrlänge von 90.000 Metern die richtige Temperatur für eine DEL-taugliche Eisfläche hat. Insgesamt werden nur für die Eisfläche mehr als 80 Tonnen Material in die Olympiahalle transportiert und verbaut.

Der Vorverkauf für die beiden Partien startet am Dienstag, 22. September, die Preise für die Eintrittskarten variieren zwischen 8 und 38 Euro. Das Kombiticket für die beiden Spiele, die Rock Antenne als Radiopartner präsentiert, gibt es je nach Kategorie zwischen 14 und 68 Euro.

pm/mg

Rubriklistenbild: © EHC Red Bull München

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