In der Champions Hockey League

Keine Tore im Hinspiel: Der EHC muss nun in Salzburg um den Finaleinzug bangen

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Don Jackson musste sich mit einem 0:0 begnügen.

Der EHC Red Bull München hat im ersten Champions-League-Halbfinale gegen den EC Red Bull Salzburg einen Heimsieg verpasst.

Ein historischer Abend für das deutsche Eishockey endet mit einem Ergebnis, das im Kufensport ebenso ungewöhnlich ist wie der Fight zwischen zwei dem gleichen Gesellschafter und Namensgeber angehörenden Duellanten im Halbfinale der Champions Hockey League (CHL). Der EHC Red Bull München trennt sich vom EC Red Bull Salzburg mit einem 0:0-Remis und verpasst es somit, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 16. Januar in der Mozartstadt zu verschaffen. Zu keiner Phase der Partie fand der Meister zu seiner Form, die er im bisherigen Verlauf der Königsklasse hatte zeigen können. Salzburg hingegen verdiente sich mit einen mutigen Aufritt das Remis redlich. 

Schon mit Blick ins Rund des Olympia-Eisstadions fiel auf, dass dies kein Spiel wie jedes andere werden sollte. Vor dem Spiel intonierte die Blaskapelle Ohlstadt die Hymnen Deutschlands und Österreichs, auf der Spielfläche prangten statt des EHC-Logos die der Sponsoren der CHL, ebenso auf den Banden. Auf den mit 6142 Zuschauern ausverkauften Rängen gaben sich unter anderem Ex-Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer oder mit DEB-Präsident Franz Reindl und DEL-Chef Gernot Tripcke die Spitze des deutschen Eishockeys die Ehre. Ein flüchtiger Blick auf den Videowürfel konnte zugleich durchaus kurz für Verwirrung sorgen, schließlich gleichen sich die RB-Embleme von München und Salzburg fast wie ein Ei dem anderen. 

Wenige Torchancen im verhaltenen 1. Drittel

Nach dem ersten Drittel sollte es aber noch kein Problem werden, denn beide Teams konnten nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Der EHC hatte mit den Gästen, die von rund 600 Fans begleitet worden waren, zunächst ordentlich Probleme. Das frühe Forechecking der Österreicher erinnerte ein wenig an die Spielweise der Münchner in der DEL. 

Erst ab der Hälfte des ersten Abschnitts kämpfte sich die Truppe von Don Jackson in die Partie rein, es fehlte aber die Passsicherheit und der Zug zum Tor. Auch zwei Überzahlsituationen (in dieser Saison eh nicht die Stärke des EHC) blieben ergebnislos. Das kurioseste Ereignis in den ersten 20 Minuten: Salzburgs Keeper Stephan Michalek musste wegen Problemen am Schlittschuh vom Eis, ihn ersetzte bis zur ersten Pause Lukas Herzog. 

Im zweiten Drittel lassen die Münchner manche Chancen liegen

Nach einer überstandenen Unterzahl und einer Schrecksekunde, als Konrad Abeltshauser den Puck an den Kopf bekommen hatte, aber weitersielen konnte, übernahm der EHC das Regiment. Die besten Chancen vergaben Yasin Ehliz, der einen Schuss von Kapitän Michael Wolf gefährlich abfälschte (25.), Justin Shugg und Maxi Kastner, deren Schüsse innerhalb weniger Momente nur knapp am Tor vorbei schlitterten (33.). Die Gäste aus der Mozartstadt aber konnten einige gefährliche Konter fahren. 

Auch im Schlussabschnitt veränderte sich das Bild nicht, wobei sich die Münchner Bullen das Leben selbst schwer machten. Salzburgs Kapitän Matthias Trattnig kassierte eine Zwei-plus-Zwei-Minuten Strafe, der EHC aber verkürzte diese in Person von Mark Voakes, der sich selbst auf die Strafbank bugsierte. Glück brauchte der EHC auch noch, denn Pallestrang donnerte den Puck in der 47. Minute krachend an den Pfosten. Justin Shugg (58.), Keih Aulie und auch Frank Mauer (59.) vergaben in den Schlussminuten noch Großchancen, doch am Ende stand die Doppelnull.

Florian Weiß

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