Defensive Aussetzer

EHC patzt bei Spitzenreiter Straubing

+
Die Red Bulls leisteten sich in Straubing zu viele Defensiv-Aussetzer.

Straubing - Was war da denn los? Der EHC Red Bull München verliert bei den Tigers aus Straubing. Vor allem die defensiven Aussetzer waren erschreckend.

Das hat sich der EHC Red Bull München sicher anders vorgestellt. Ohne die nötige Durchschlagskraft und mit eklatanten, ja teilweise naiven Aussetzern in der Defensive verloren die Mannen von Trainer Don Jackson verdient mit 2:5 (0:1, 1:1, 1:3) beim Tabellenführer Straubing Tigers, der seine Sieges-Serie mit einer brutalen Effektivität fortsetzte.

Es war nicht so, dass die Gastgeber eine Nummer zu groß waren für den EHC. Die Red Bulls waren bestimmend, technisch das bessere Team, leisteten sich aber zu viele Fehler im Spielaufbau, während sich die Tigers zurückhielten, überwiegend im eigenen Drittel verschanzten und auf Konter lauerten. Es war eine Taktik, die mit der Zeit aufgehen sollte. Dylan Yeo verwandelte einen Nachschuss entgegen der Laufrichtung von Goalie Danny aus den Birken – und prompt lag die Jackson-Truppe 0:1 hinten (12.). Es war erst der zweite Torschuss der Niederbayern. Im Umkehrschluss bedeutete das: All die Bereitschaft, all die Aggressivität, mit der die Bulls zuletzt gegen Vorjahres-Meister Adler Mannheim (4:2) überzeugten – all das ließen sie in Straubing vermissen. Sie hatten sogar Glück, dass Jeremy Dehner kurz vor der Drittelsirene noch den zweiten Gegentreffer verhinderte.

Von der Wachsamkeit dieser Aktion war nur 76 Sekunden nach Wiederbeginn nichts mehr zu sehen. Michael Connolly passte von der blauen Linie völlig unbedrängt auf den blank stehenden Mirko Höfflin - 0:2 (22.). Die Bullen blieben davon zunächst unbeeindruckt. Bei angezeigter Strafzeit für die Tigers verkürzte Jason Jaffray auf 1:2 (32.).

Der Anschlusstreffer war der nötige Weckruf für die Münchner, die Druck und Tempo wie auf Knopfdruck erhöhten und die Straubinger mehrfach in Bedrängnis brachten. An der Effektivität änderte das aber nichts. Und an der schwachen Verteidigung ebenso wenig: Schon wieder stand der Gegner mit Ryan Bayda im Powerplay völlig frei, sodass er zum 1:3 aus EHC-Sicht einschob (42.). Höfflin (49.) und Bayda (59.) sorgten für die Entscheidung, Joachim Ramoser (50.) gelang mit seinem ersten DEL-Treffer nur noch Ergebniskosmetik.

Am Sonntag geht es für die Bulls um Wiedergutmachung. Dann empfängt der EHC im Olympia-Eisstadion die Schwenninger Wild Wings (16.30 Uhr), die nach drei Partien noch immer ohne Sieg sind.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

EHC trifft in der Champions League auf zwei skandinavische Teams
EHC trifft in der Champions League auf zwei skandinavische Teams
Red Bulls verpflichten dänischen WM-Verteidiger
Red Bulls verpflichten dänischen WM-Verteidiger
Meister-Verteidiger verlässt den EHC in Richtung Österreich
Meister-Verteidiger verlässt den EHC in Richtung Österreich

Kommentare