Optimismus bei den Red Bulls

Regehr: Krise beim EHC? Welche Krise denn?

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Richie Regehr.

München - Platz sieben ist sicher nicht das, was sich die Red Bulls auf die Fahnen geschrieben haben. Vor den nächsten Aufgaben gegen Ingolstadt und in Berlin bleiben Richie Regehr und der EHC München aber optimistisch.

Nein, zufrieden sind sie nicht beim EHC. Ein mageres Pünktchen betrug die Ausbeute am Wochenende, zu wenig für die eigenen Ansprüche . 16 Zähler bedeuten aktuell Platz sieben. Aber eine Krise sei das noch nicht! „Wir haben doch nur zwei Spiele nach der regulären Zeit verloren“, sagt Richie Regehr im Gespräch mit der tz.

Dass es Verbesserungsbedarf gebe, weist er nicht von der Hand. Vor allem vor dem gegnerischen Tor. Denn große Mankos waren zuletzt die Chancenverwertung und das Powerplay. „Wir müssen individuell besser werden in unserem System“, sagt der Kanadier. „Besser zu werden außerhalb des Systems, hilft uns nicht. Wir müssen alle zusammenspielen – und zwar besser.“ Bei den Mängeln in der eigenen Truppe dürfe man aber auch nicht vergessen, dass die Liga „von Jahr zu Jahr immer stärker“ werde: „Du hast so viele gute Mannschaften, dass du eben noch besser sein musst.“

Täglich arbeite der EHC daran, woran es hapert, offenbarten die Partien gegen Augsburg (3:4 nach Penaltyschießen) und in Nürnberg (1:4). Besonders der Auftritt bei den Ice Tigers „war überhaupt nicht gut von uns“, räumt der Verteidiger ein: „Wir haben zu oft den Puck verloren und dann zu viel Energie dafür investieren müssen, um ihn wieder zurückzubekommen.“

Dass das ausgerechnet in den Derbys passieren musste, spielt für den 32-Jдhrigen eine untergeordnete Rolle: „Ein Spiel ist ein Spiel. Fakt ist: Wir waren überhaupt nicht zufrieden.“ Dennoch bleiben die Red Bulls ruhig, bereiten sich „ganz normal“ auf die nächsten Aufgaben vor: das nächste bayerische Duell gegen den ERC Ingolstadt am Freitag (19.30 Uhr/Olympia-Eissporthalle) sowie zwei Tage später bei Regehrs Ex-Klub Eisbären Berlin (16.30 Uhr).

Sowohl der Vorletzte wie auch der Liga-Sechste seien „ganz starke Mannschaften“, warnt Reger. Dennoch freut er sich auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, an der er in vier Jahren dreimal Meister wurde. „Wir haben den Kader damals nicht so umgekrempelt wie es einige Teams heute tun“, erzählt er: „Die Erfahrenen hätten vielleicht woanders mehr Geld verdienen können, sind aber geblieben. Es sind schöne Erinnerungen, die jetzt jedoch keine Rolle spielen.“ Jetzt gehe es nur darum, zu punkten. Beginnend mit dem Heimspiel gegen Ingolstadt: „Wir müssen sie schlagen.“ Damit aus der Situation nicht doch noch eine Krise wird.

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