Red Bulls eiskalt vor dem Tor

7:2! EHC schießt Augsburg im Derby ab

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Jeremy Dehner (l.) bejubelt mit Jason Jaffray dessen Blitz-Treffer zum 1:0 für die Red Bulls.

Augsburg - Was für ein Derby, was für ein Kantersieg für den EHC Red Bull München! Bei den Augsburger Panthern gewannen die Mannen von Don Jackson deutlich.

Wenn man dem EHC Red Bull München nach der Freitagspartie gegen die Kölner Haie etwas vorwerfen konnte, dann die mangelnde Chancenverwertung. Lediglich durch einen Penalty war man erfolgreich gewesen. 1:2 hieß es am Ende. Die passende Antwort präsentierten die Red Bulls am Sonntag bei den Augsburger Panthern, mit 7:2 (3:0, 1:1, 3:1) gewann der EHC das hitzige Derby.

Mit einem Blitzstart vor 5649 Zuschauern gingen die Gäste in Führung, Jason Jaffray traf nach nur 59 Sekunden. In einem hart geführten ersten Drittel waren die Gastgeber aber die tonangebende Mannschaft. Den Münchnern hingegen mangelte es in der Defensive an Abstimmung und Ruhe am Puck. Und nachdem Steve Pinizzotto wegen überharten Körperangriffs gegen Arvids Rekis mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis und der EHC somit für fünf Minuten in Unterzahl spielen musste (12.), rechneten alle Anwesenden mit dem Ausgleich. Doch weit gefehlt: Die Münchner konterten den AEV mit einer gnadenlosen Effektivität aus! Keith Aucoin (14.) und Neuzugang Tobias Wörle (15.) blieben jeweils alleine vor dem Kasten ruhig und erhöhten auf 3:0. Die Augsburger Reaktion: Benjamin Meisner ersetzte Jeff Drouin-Deslauriers im Panther-Tor.

Mit der deutlichen Führung im Rücken agierte der EHC im zweiten Drittel deutlich souveräner, übernahm zunehmend die Spielkontrolle. Sehr zur Freude der zahlreich mitgereisten EHC-Fans erhöhte Kapitän Michael Wolf in der 38. Minute auf 4:0. Das Derby schien entschieden, doch nach einem nicht gegebenen Tor wachten die Panther noch einmal auf. Benjamin Hanowski konnte sieben Sekunden vor der Drittelpause noch verkürzen.

Doch so richtig spannend wurde es nicht mehr, denn in der 48. Minute war es in Überzahl Keith Aucoin, der mit seinem zweiten Tor des Tages für klare Verhältnisse und die Vorentscheidung bescherte. Das Tor durch Evan Oberg (51.) sorgte nur noch für ein kurzes AEV-Aufbäumen, Tobias Wörle (57.) und Joachim Ramoser (59.) setzten die Schlusspunkte.

Derbysieger, Derbysiger, HEY, HEY!

Die EHC-Fans feiern den #Derbysieger! Sauber Buam! #miiinga

Posted by EHC München News on Sonntag, 22. November 2015

Letztlich waren die eiskalte Chancenverwertung, und auch ein glänzend aufgelegter Goalie David Leggio die Garanten für den deutlichen Derbysieg in der Fuggerstadt. "Wir haben heute ein Top-Spiel bei einem Gegner absolviert, vor dem wir größten Respekt haben“, zeigte sich EHC-Coach Don Jackson hochzufrieden.

Die Achterbahnfahrt des EHC geht also munter weiter, soll aber am Freitag im nächsten Derby, dann gegen Nürnberg, endlich gestoppt werden.

Florian Weiß

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