Red Bulls gegen Lukko

Jetzt kommen die großen Fische für den EHC

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Lukko-Verteidiger Rony Ahonen und sein 91 Zentimeter große Hecht.

München - Jetzt geht's ans Eingemachte: Der EHC Red Bull startet in die K.o.-Phase der Champions Hockey League. Dabei geht es zu Rauman Lukko - eine Reise ins Nirgendwo.

Jetzt kommen die dicken Fische! Am Dienstagabend trifft der EHC München im Sechzehntelfinale der Eishockey-Champions-League auf den finnischen Vertreter Rauman Lukko (17.30 Uhr). Die Gruppenphase mit Klagenfurt und Kosice ist überstanden, jetzt müssen sich die Münchner auch gegen Schwergewichte behaupten.

Die Kivikylän Areena in Rauma, hier muss der EHC München antreten.

Am Montag flog der EHC-Tross zum Hinspiel in den Norden. Die Reise ging ins Ländliche. Rauma, ein Städtchen mit rund 40 000 Einwohnern im Südwesten Finnlands, gelegen an der Ostseeküste. Für die Bulls eine Fahrt ins Ungewisse. „Es ist irgendwo im Nirgendwo, hat ein paar Seen – sonst nichts“, berichtet Ulrich Maurer, was er über Rauma weiß, dem Ort am Bottnischen Meerbusen. Dort kommen vor allem Anglerfreunde, wie Lukko-Verteidiger Rony Ahonen, auf ihre Kosten. Auf die Münchner wartet dabei – rein vom Papier hier – noch nicht der größte Fisch der K.o.-Runde. Erst recht nicht, wenn man betrachtet, dass der EHC sich den Triumph in der CHL auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei hat Lukko zumindest in der finnischen Liga den besseren Start: Neun Punkte aus fünf Partien lautet die Bilanz für den Tabellen-Vierten der „Liiga“, beim EHC sind es fünf Zähler nach vier Spieltagen. Am Wochenende hagelte es zwei Pleiten gegen Straubing (2:5) und Schwenningen (4:5 n.P.).

Am Dienstag soll wieder ein Erfolg her. „Die Spiele in der CHL sind andere als in der DEL“, sagte Don Jackson. Uli Maurer erklärt: „Sie haben uns das Spiel machen lassen und abgewartet. Wir müssen in der neutralen wie auch in der offensiven Zone weniger Fehler machen. Darauf warten sie ja nur“, so Maurer. „In der Champions League wartet dagegen keiner, da will jeder das Spiel machen. Das ist der große Unterschied.“

Ein Spaziergang wird’s in Rauma dennoch nicht. „Skandinavische Mannschaften haben in der Champions League bislang gezeigt, dass sie auch dominieren“, warnt Maurer. „Das wird eine ziemlich interessante Sache für uns.“ Vor allem die Defensive (neun Gegentore in zwei Spielen) sollte der EHC in den Griff bekommen, sonst erweist sich Lukko als größerer Fisch, als es den Red Bulls lieb ist.

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