Im Rückspiel gegen Bern reicht jetzt ein Remis

EHC mit europäischem Ausrufezeichen trotz defensiver Schwächen

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Berns Tristan Scherwey (M.) in Aktion gegen Yannic Seidenberg und EHC-Torwart Danny aus den Birken.

Dem EHC Red Bull München reicht am Dienstag zu Hause ein Remis gegen den SC Bern, um ins Viertelfinale der Champions Hockey League einzuziehen. Der Erfolg sollte aber nicht über die Löcher in der Defensive hinweg täuschen.

Der EHC Red Bull München hat mit seinem 3:2-Auswärtserfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League beim favorisierten SC Bern ein echtes Ausrufezeichen in Europa gesetzt - und das noch immer ohne die verletzten Stammspieler Dominik Kahun, Jon Matsumoto, Jerome Flaake und Mads Christensen. Vor der Partie und auch nach den ersten 20 Minuten (1:0 für Bern durch Andrew Ebbett nach 14 Minuten) vor 13.763 Zuschauern hatten die Optimisten unter den EHC-Fans auf eine möglichst knappe Niederlage gehofft, denn die Defensive des deutschen Meisters wies einmal mehr ordentliche Lücken auf. Der Münchner Trumpf an diesem Dienstagabend: Die Chancenverwertung war deutlich effizienter als es zuletzt in der Liga der Fall war.

„Bern ist anders aus der Kabine gekommen als wir es erwartet haben“, meinte Maxi Kastner, der 99 Sekunden vor dem Ende den von den 250 mitgereisten Münchner Fans viel umjubelten Siegtreffer erzielen konnte. „Im zweiten Drittel sind wir dann viel besser ins Spiel gekommen.“ Wohl wahr, denn der nun deutlich konstruktiver agierende EHC drehte das Spiel durch Keith Aucoin (22.) und Andreas Eder (24.), ehe Berns deutscher Nationalspieler Justin Krueger ausgleichen konnte (27.). In der Folge gestaltete sich die Partie ausgeglichener, doch der Siegtreffer für die Münchner fiel dann doch etwas überraschend.

Maximilian Kastner (M.) bejubelt sein Tor zum 3:2-Endstand mit Konrad Abeltshauser (l.) und Frank Mauer.

„Es hätte auch anders ausgehen können“, gab Kapitän Michael Wolf zu, „Bern hatte auch seine Chancen. Danny aus den Birken war aber immer auf dem Posten.“ Der Keeper war der stärkste Münchner auf dem Berner Eis und der Garant dafür, dass den Red Bulls am kommenden Dienstag in eigener Halle schon ein Remis reicht, um erstmals das Viertelfinal-Ticket zu buchen.

Das gelang einer deutschen Mannschaft in der europäischen Königsklasse übrigens noch nie ...

Florian Weiß

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