3:0 in der Finalserie

Der nächste Sieg! EHC sichert sich ersten Matchpuck

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Jeremy Dehner erzielte das zwischenzeitliche 2:0 für den EHC Red Bull München gegen die Grizzlys Wolfsburg.

München - Nur noch einer! Der EHC Red Bull München sicherte sich mit dem dritten Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg den ersten Matchpuck in der Finalserie. Die Gastgeber trafen stets zum richtigen Zeitpunkt.

Jason Jaffray brüllte alles raus, was er hallte. Ballte die Fäuste. Der Stürmer des EHC Red Bull München beseitige jegliche Fünkchen an Restzweifel daran, dass sich sein Team den Sieg noch nehmen lässt. Er knallte die Scheibe von der Mittellinie ins leere Tor und machte damit den 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Erfolg gegen die Grizzlys Wolfsburg klar. Es ist der dritte im dritten Spiel der Best-of-Seven-Serie, womit sich die Mannen von Headcoach Don Jackson den ersten Matchpuck sicherten.

Die Partie begann recht abwarten. Sowohl die Red Bulls wie auch die Grizzlys wollten im mit 6142 Zuschauern ausverkaufen Olympia-Eisstadion kein zu hohes Risiko eingehen. Das Tempo litt darunter aber überhaupt nicht, das anfangs hoch und intensiv. Hier ein harmloser Schuss von Tyler Haskins (4.), dort eine verpasste Chance von Maxi Kastner (5.) - Geduld war gefordert. Die Wolfsburger punkteten zunächst insbesondere mit ihrer kompakten Defensive, die München gar nicht erst zur Entfaltung kommen ließ. Die erste größere Möglichkeit bot sich dem EHC nach sieben Minuten, als Yannic Seidenberg um Haaresbreite einen Rebound von Michi Wolf verpasste. „Sie machen es uns richtig schwer, zum Tor zu kommen“, analysierte Dominik Kahun: „Das müssen wir besser machen.“

Taten sie! Nach einer dicken Chance von Jaffray im Powerplay zappelte die Scheibe tatsächlich im Netz: Matt Smaby hatte an der blauen Linie mächtig viel Platz und knallte drauf. Uli Maurer fälschte ab – 1:0 (11.). Aber die Grizzlys schafften es, sich vom Druck zu befreien, fanden aber vorne ebenso wenig Anspielstationen. „Wir sind nicht gut gelaufen und haben nicht gut gecheckt“, meinte Wolfsburgs Christoph Höhenleitner.

Das Bild änderte sich allerdings auch im zweiten Abschnitt kaum. Erst kam Wolf bei einem Konter nicht an Höhenleitner vorbei (22.), dann scheiterte Smaby an Wolfsburgs Goalie Felix Brückmann (26.), ehe die Münchner tatsächlich auf 2:0 (30.) erhöhten. Nach einem Konter passte Steve Pinizzotto ins Zentrum, wo Jeremy Dehner den Puck unbedrängt über die Linie drückte. Das große Manko der Niedersachsen waren derweil die Special Teams. In vier Powerplay-Situationen waren die Grizzlys nur selten gefährlich – auch wegen des starken Penaltykillings der Red Bulls, die sich aufopferungsvoll in die Schüsse warfen.

Und wenn die Wolfsburger doch mal gefährlich wurden, war David Leggio da. Der Goalie parierte klasse eine Doppelchance von James Sharrow und Höhenleitner sowie kurz darauf gegen Wallace (45.). Doch auch seine Vorderleute machten weiter ihren Job. „Wir müssen die Scheibe irgendwie da durchbringen, egal was sie machen“, forderte Vincenz Mayer. Ohne Erfolg. Nach dem 3:0 von Mads Christensen (52.) antworteten die Gäste in 6:4-Überzahl zwar noch einmal durch Timothy Hambly (57.), doch Jaffray nahm den Grizzlys die letzten Hoffnungen.

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker.

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