EHC mischt wieder oben mit

Red Bulls mit kleinen Schritten auf der großen Party

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Die Raupe durfte nach den zwei Siegen der Red Bulls in der Olympiahalle nicht fehlen.

München - Der EHC RB München hat nicht nur wegen der großen Kulisse mächtig Eigenwerbung betrieben. Nach den Siegen mischt das Team wieder oben mit - und will weiter klettern.

Das Lob kam von höchster Stelle. „Die Münchner hatten mehr Energie und haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, sagte Uwe Krupp, Trainer des Tabellenführers Eisbären Berlin nach dem 0:3 beim EHC. Klar, dass auch Don Jackson positive Worte fand. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, meinte der Coach der Red Bulls. Der EHC ist mit Platz vier back in business, hat den Rückstand auf Berlin auf fünf Zähler verkürzt und auch auf dem Eis überzeugt. Defensiv ließen die Münchner kaum was anbrennen, das Penaltykilling war einmal mehr ein großer Trumpf. „Das Unterzahlspiel ist ein sehr wichtiger Teil im Eishockey“, meinte Mads Christensen: „Wenn das läuft, hast du immer bessere Chancen, zu gewinnen.“ Auch Jackson bezeichnete die Arbeit in der Defensive als „großartig“.

Volle Hütte und tolle -Stimmung - in der Olympia-halle ließ es der EHC zweimal krache

Allerdings nicht, ohne das Haar in der Suppe zu finden. „Wir hätten ein paar Tore mehr erzielen können.“ Tatsächlich hätte der EHC nach den Treffern von Jerome Samson (22.) und Tobias Wörle (23.) noch weitere nachlegen können, ehe Dominik Kahun (58.) den Schlusspunkt setzte. Doch es sollte die Leistung keineswegs schmälern. Mit sechs Siegen aus den letzten sieben Partien hat der EHC auch das ständige Auf und Ab beendet – wobei die Atmosphäre in der mit 10 000 Zuschauern ausverkauften Olympiahalle half. Aber klar: Ist Erfolg da, kommt die Stimmung von allein. „Die Fans haben früher angefangen, zu feiern als wir, was eine gute Sache ist“, sagte Jackson lächelnd. Sportlich war es derweil „ein Schritt in die richtige Richtung“. Wenn auch nur ein kleiner: „Drei Punkte erscheinen viel. Aber du endest schnell mit solchen kleinen Schritten.“

Bereit für den Schlussspurt

Daher bleibt sich der 59-Jährige treu, von Spiel zu Spiel zu schauen, vor allem jetzt: „Wir sind in einer Phase, in der wir viele Partien haben. Die Jungs haben die richtige Einstellung dafür, dass wir viele Punkte einfahren. Das passiert im Moment. Aber der Profit kommt zum Schluss.“ Und der soll möglichst so ausfallen, „dass du von den Zählern her der Beste der Liga bist“. Will heißen: Der EHC ist bereit für den Schlussspurt im Kampf um die Meisterschaft.

Die nächste Aufgabe steht schon heute Abend (19.30 Uhr) in Wolfsburg an, die als Fünfter drei Zähler hinter München stehen und zuletzt Ingolstadt mit 4:1 bezwangen. „Das ist immer ein achtbarer Gegner“, meint Jackson. „Aber wir fahren hin, um ein weiteres gutes Spiel abzuliefern.“ Und um den nächsten kleinen Schritt zu gehen.

Marcel Guboff

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