Red Bulls gewinnen in Straubing - 2:0 in der Serie

Overtime-Krimi: Seidenberg schießt EHC zum Sieg

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Matt Smaby (l.) bejubelt mit Steve Pinizzotto (Mitte) und Jeremy Dehner seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich.

Straubing - Der EHC Red Bull München gewinnt das zweite Duell der Best-of-seven-Serie im Viertelfinale bei den Straubing Tigers mit 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung.

Was für ein dramatischer Eishockey-Abend! Den entscheidenden Treffer in einer hitzigen und engen Partie erzielte Yannic Seidenberg in der fünften Minute der Overtime. Der EHC führt nun mit 2:0-Siegen.

Vor 5825 Zuschauern im ausverkauften Eisstadion am Pulverturm entwickelte sich von Beginn an eine rassige Partie mit insgesamt ausgeglichenen Spielanteilen. Frenetisch bejubelte der Tigers-Anhang die erste Münchner Strafzeit, als EHC-Liebling und Tigers-Feindbild Steve Pinizzotto in die Kühlbox musste. Auf Seiten der Red Bulls verpassten es Kettemer und Smaby ihre Chancen zu nutzen, vor allem in Überzahl – das alte Problem des Hauptrundensiegers, der mehr Schüsse als die Tigers abgeben konnte. Vor allem dank des starken Unterzahlspiels und eines erneut gut aufgelegten David Leggio im Tor blieb es beim torlosen Unentschieden nach 20 Minuten.

In Abschnitt Nummer zwei standen einmal mehr die Goalies im Mittelpunkt – aber anders als gedacht (34.)! Denn nach einem Zusammenstoß von EHC-Stürmer Frank Mauer mit dem Straubinger Schlussmann und anschließendem Gerangel vor dem Tor, trafen sich Leggio und sein Gegenüber Matthew Climie auf Höhe der Mittellinie zum Faustkampf. Unfassbare Szenen in einem jetzt temporeich geführten Viertelfinale, in dem ordentlich Zunder steckte.

Auf Seiten von Straubing ließen Michael Conolly (22.) und Austin Madaisky (32.) beste Chancen liegen, beim EHC verpassten Frank Mauer (26.), Maxi Kastner (28.) und Keith Aucoin (40.) es das erste Tor zu erzielen. Insgesamt bestimmten aber vor allen in den letzten zwhn Minute des zweiten Drittels die Hausherren die Partie, sodass es mit einem 0:0 in ein höchst spannendes Schlussdrittel im Hexenkessel Pulverturm ging.

Der EHC Red Bull München verpasste es zu Beginn des letzten Drittels erneut eine Überzahlsituation zur Führung zu nutzen. Die Folge war die Führung für die Straubing Tigers. Mit einem trockenen Schlagschuss bezwang Austin Madaisky EHC-Keeper David Leggio (45.). Jetzt war endgültig Feuer unter dem Dach, der EHC kurzfristig merklich geschockt. Erst drei Minuten später konnten die Münchner Climie wieder prüfen, der aber unüberwindbar schien. Doch nach überstandener Unterzahl machte es Matt Smaby ebenso rustikal wie die Straubinger und netzte einen Fernschuss in der 55. Minute zum 1:1-Ausgleich ein. Nach einem weiteren überstandenen Straubinger Powerplay kurz vor dem Ende rettete sich der EHC in die Overtime. Dann kam Seidenberg.

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Spiel 1: EHC München gegen Straubing Tigers

Spiel 2: Straubing Tigers gegen EHC München

Spiel 3: EHC München gegen Straubing Tigers

fw

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