Ein Sieg muss her

Die Bullen stehen mit dem Rücken zur Wand

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Daniel Sparre (r.) und die Roten Bullen müssen ihre Ausbeute in der Offensive dringend verbessern.

München - Der EHC Red Bull München steht im Viertelfinale der DEL gegen Außenseiter Wolfsburg vor dem Aus. Selbst die Statistik spricht gegen den EHC.

Es ist gerade mal acht Tage her, da sprach Don Jackson noch optimistisch vom Titel. Inzwischen geht es für den EHC Red Bull München im Viertelfinale der DEL ums blanke Überleben. Und die Aufgabe des EHC scheint vor Spiel vier am Dienstag beim vermeintlichen Außenseiter Grizzly Adams Wolfsburg (bei uns im Live-Ticker) fast aussichtslos.

Noch keinem Team ist es in der Play-off-Historie der DEL gelungen, einen 0:3-Rückstand zu drehen. In den bisherigen 55 Serien, die im Modus Best of Seven ausgetragen wurden, hatten zwölf Teams mit 0:3 zurückgelegen. Neunmal endete die Serie mit 0:4, dreimal mit 1:4.

Vielleicht machte sich deshalb bei den Münchnern am Sonntag nach dem 0:2 gegen Wolfsburg schon eine gewisse Resignation breit. Selbst Meistermacher Jackson, der einst mit Berlin fünf Titel geholt hatte, wirkte ratlos.

„Die Spieler waren nervös. Ich weiß nicht, ob ich sie so nervös mache, aber wir müssen das abstellen“, sagte der 59-jährige Amerikaner mit finsterer Miene. Zuvor hatte er noch gefordert, dass das Playoff-Gefühl kommen müsse - „und zwar sofort“.

Es kam nicht, sodass die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Münchner „mit dem Rücken zur Wand stehen“, wie der frühere Nationalspieler Alexander Barta anmerkte. Die Lage sei „bitter und sehr frustrierend“, fügte der Center an, aber er sei nach wie vor der Meinung, „dass wir die bessere Mannschaft sind“. Doch bislang war der Hauptrunden-Zweite EHC gegen den Neunten nicht in der Lage, dies auch nur ansatzweise aufs Eis zu bringen.

Vor allem die mickrige Ausbeute von nur zwei Treffern in drei Spielen bereitet Jackson und seinen Spielern reichlich Kopfzerbrechen. Man habe bisher „keinen Weg zum Tor gefunden“, sagte Benedikt Brückner, um die in solch brenzligen Situationen üblichen Durchhalteparolen anzuhängen: „Wir müssen und werden Tore schießen, es ist noch nichts verloren.“

Allerdings verbessert sich beim EHC auch vor dem vierten Spiel die prekäre personelle Situation nicht entscheidend. Thomas Holzmann war schon am Sonntag zurückgekehrt. Ein Comeback-Versuch von Mads Christensen musste dagegen abgebrochen werden.

Damit fehlen Jackson in der möglicherweise entscheidenden Partie am Dienstag immer noch neun angeschlagene Profis. Neben Christensen stehen Topscorer Garrett Roe, Torwart Niklas Treutle, die Verteidiger Andy Wozniewski, Felix Petermann und Grant Lewis sowie die Angreifer Uli Maurer, Maximilian Kastner und Evan Brophey nicht zur Verfügung.

SID

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