EHC-Stürmer macht den Unterschied

Pinizzotto? "Er macht jeden Job für uns - auch ..."

+
Steve Pinizzotto ist für den EHC mehr als nur der Strafbankkönig.

München - In der Viertelfinal-Serie gegen die Straubing Tigers machte Steve Pinizzotto einmal mehr als Bad Boy auf sich aufmerksam. Dabei ist der Stürmer des EHC Red Bull München viel mehr als nur das.

Bad Boy und Strafbankkönig, damit bringt man Steve Pinizzotto in Verbindung. Doch der Stürmer des EHC RB München kann mehr, das bewies der 31-Jährige bei seinen zwei Assists für Konrad Abeltshauser und Jerome Samson beim 4:0-Sieg am Sonntag gegen die Straubing Tigers. Auch dank ihm haben die Münchner am Dienstag in Straubing (19.30 Uhr/hier bei uns im Live-Ticker) vorzeitig die Chance mit einem weiteren Sieg das Duell (Stand: 3:0) zu entscheiden und damit das Ticket für das Halbfinale zu lösen. „Er hat gute Pässe und ist eiskalt vor dem Tor“, sagt Abeltshauser. „Und wenn einer von den anderen frech wird, dann kriegt er einen drauf. Der Pinner ist für jeden Job zu haben.“ Schmunzelnd fügte der Verteidiger an: „Musik in der Kabine macht er auch, er ist vielseitig einsetzbar.“

Sean O'Connor und Steve Pinizzotto ließen ihre Fäuste sprechen.

Auf dem Eis stellte Pinizzotto bislang in allen drei Duelle mit den Niederbayern seine wichtige Rolle unter Beweis. Er war immer dabei, wenn es hitzig wurde. Da wundert es kaum, dass er zum Feindbild der Straubinger Mannschaft sowie Anhänger geworden ist. Seinen eigenen Kollegen hilft er damit. „Dadurch“, erklärt Franky Mauer, „dass er polarisiert, zieht er einiges an Aufmerksamkeit auf sich, sodass der eine oder andere Spieler in Ruhe agieren kann.“ Auch Coach Don Jackson sieht mehr in ihm als den Bad Boy. „Er ist stark und macht gute Spiele“, sagt Jackson. „Im Penaltykilling ist zu sehen, dass er auch defensiv gut ist.“

Auch Leggio zeigt Reaktionen

Dabei stellte sich bislang nicht nur Pinizzotto in den Dienst der Mannschaft. In Straubing lieferten sich David Leggio und Matthew Climie einen heißen Goalie-Fight. Dem Münchner passte nicht, dass sich die Tigers inklusive Climie auf Mauer stürzten. „Das war eine gute Aktion von David, dass er sich dem Ganzen gestellt hat und für das Team so eine Reaktion gezeigt hat“, sagt Mauer. „Er ist für uns da. Nicht nur wenn es darum geht, Pucks zu halten.“

Klar wollte er seinen Mitspieler schützen, aber sein Kampf hatte auch einen anderen Grund. „Er hatte ein richtig gutes Spiel gemacht“, erzählt Leggio. „Ich dachte, es würde uns helfen, ihn somit hinauszuwerfen, auch wenn er offensichtlich etwas größer ist als ich.“ Auch wenn er dieses Ziel verfehlte, für den Sieg hat es dennoch gereicht. „Es werden 60 harte Minuten“, weiß Abeltshauser. Doch dafür haben die Red Bulls ja Pinizzotto.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

EHC mit sechstem Heimsieg in Serie - Nürnberg bleibt Tabellenführer
EHC mit sechstem Heimsieg in Serie - Nürnberg bleibt Tabellenführer
CHL-Achtelfinale: EHC wartet auf Gegner - kommt es zum Bruder-Duell?
CHL-Achtelfinale: EHC wartet auf Gegner - kommt es zum Bruder-Duell?
Champions Hockey League: München trifft auf Bern - Mannheim gegen Brynäs
Champions Hockey League: München trifft auf Bern - Mannheim gegen Brynäs
In Torlaune! EHC erlegt die Straubing Tigers
In Torlaune! EHC erlegt die Straubing Tigers

Kommentare