Erste Viertelfinal-Niederlage

Red Bulls verspielen ersten Matchball in Straubing

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Auch im vierten Match zwischen den Red Bulls und den Tigers ging es zur Sache.

Straubing - Noch ist das Halbfinale nicht sicher. Die Red Bulls verspielen den ersten Matchball und müssen ins fünfte Spiel gegen die Straubing Tigers. Dann allerdings ohne Steve Pinizzotto.

Ohne Krimi geht es am Pulverturm nicht! Mads Christensen machte es noch einmal spannend, doch für die Wende für den EHC München. Die Red Bulls verspielten den ersten Matchball im Playoff-Viertelfinale und verloren bei den Straubing Tigers mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:1). Damit steht es nun 3:1 in der Serie. „Wir haben relativ viel richtig gemacht“, analysierte Kapitän Michi Wolf bei Servus.TV: „Wenn wir weiterhin so viele Scheiben zum Tor bringen, werden wir am Donnerstag gewinnen.“

Schon vor der Partie hatte Tigers-Trainer Larry Mitchell angekündigt einen Weg finden zu wollen, um die Red Bulls zu knacken. Davon war anfangs noch wenig zu sehen: Die Gäste setzten abermals ihr Spiel durch und belagerten das Straubinger Drittel – allerdings blieben Daniel Sparre (4.), Yannic Seidenberg (7.) oder Christensen (10.) ohne Erfolg. Die Straubinger wurden derweil erst mit ihrem ersten Powerplay (11.) mutiger.

Um den EHC aus dem Konzept zu bringen, versuchte es Sean O'Connor immer und immer wieder, auf Steve Pinizzotto einzureden, ihn zu einem Fight zu animieren, um den Red Bulls so zu schädigen. Aber der 31-Jährige ließ sich zunächst nicht darauf ein. Trotzdem fanden die Tigers immer besser in die Partie. „Sie haben ein bisschen mehr Selbstvertrauen bekommen. In München haben wir früh das 1:0 geschossen, das uns in die Karten gespielt hat“, meinte Uli Maurer, der nicht im Kader stand.

Beinahe gelang das auch in Straubing, doch Jason Jaffray scheiterte an Goalie Matt Climie (21.). Besser machten es die Tigers, als Martin Hinterstocker die Scheibe völlig frei zum 1:0 einschob (23.). „Wir sind etwas leichtfertig ins zweite Drittel gegangen“, räumte Konrad Abeltshauser ein. Mit dem Treffer wurde das Duell schneller und intensiver. So sehr, dass sich Pinizzotto zu einem Check gegen den Kopf-Bereich gegen Austin Madaisky hinreißen ließ – zum Missfallen von O'Connor. „Wir sehen uns in München“, drohte er, gut zu hören bei der „Cable Guy“-Aktion von Servus.TV. Tun sie aber nicht, weil Pinizzotto wegen seiner zweiten Zehner-Strafe in dieser Serie gesperrt ist.

Dennoch schafften es die Red Bulls, den Druck noch einmal zu erhöhen. Doch sie wurden stets von Climie gezähmt, an dem Wolf (35.), Dominik Kahun (37.) oder Jeremy Dehner (38.) verzweifelten. Für den EHC wurde es gegen defensiv starke Tigers noch schwieriger, nachdem Maury Edwards den Puck per Schlagschuss zum 2:0 (51.) in die Maschen gehämmert hatte. Der Anschluss durch Christensen (58.) reichte nicht mehr, sodass es nun am Donnerstag (19.30 Uhr) am Oberwiesenfeld weiter geht.

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