"Wir müssen kleine Schritte machen"

EHC weiter inkonstant: Vier Punkte, aber null Panik

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Christian Kretschman (Nr. 5) wird von EHC-Crack Maximilian Kastner bearbeitet.

München - Wann stoppt der EHC endlich seine Berg- und Talfahrt? Erneut reichte es an einem Wochenende nur zu vier Punkten und einem Sieg.

„Verdammt noch mal“, entfuhr es Headcoach Don Jackson. Schon wieder gelang es seinem EHC Red Bull München nicht, seinen augenscheinlichen Aufwärtstrend überzeugend zu untermauern. Viermal hatten sich Niederlage und Sieg zuvor abgewechselt, mit dem 3:4 nach Verlängerung am Freitag gegen die Ice Tigers aus Nürnberg setzte das Team vom Oberwiesenfeld diesen ungeliebten Lauf fort.

Immerhin gelang am Sonntag in Krefeld ein Sieg, die Tore für den EHC erzielten Jason Jaffray (4.) und Mads Christensen (49.). Im torlosen zweiten Spielabschnitt bekamen die Zuschauer eine Rangelei zu sehen. Maximilian Kastner forderte Christian Kretschmann zum Tanz auf, auch Jérôme Samson mischte mit. Die Münchner kontrollierten insgesamt das Geschehen, nahmen aber einmal mehr zu viele Strafzeiten. Diese blieben ohne Folge, weil der EHC in Unterzahl konzentriert agierte. Am Ende blieb es beim 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)-Erfolg für die Red Bulls.

Von dem Auf und Ab wollen sich die Münchner aber nicht beirren lassen. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte Jackson. Auch Florian Kettemer wollte sich nicht alles schlecht reden lassen. „Wir haben ein ganz gutes Spiel gezeigt, wie auch schon in den Partien zuvor“, sagte der Stürmer. Tatsächlich wirkten die Red Bulls defensiv stabil, überzeugten mit aggressivem Forechecking. Sie vergessen aber nahezu regelmäßig, sich dafür mit drei Punkten zu belohnen. Gegen Nürnberg, als Daniel Heatley kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch das 3:3 erzielte, „war es unglücklich, aber so ist der Sport“, so Kettemer. Nichtsdestotrotz: Die jüngsten Duelle mit den Top-Teams hätten gezeigt, „dass wir uns vor keinem verstecken müssen“.

Nach der Niederlage gegen die Ice Tigers ist der Rückstand der Münchner auf Spitzenreiter Mannheim auf 14 Punkte angewachsen. Panik? Fehlanzeige! „Es ist noch nicht einmal die Hälfte der Saison herum“, beteuerte Mads Christensen. „Du kannst jetzt nicht auf den ersten Platz schauen, wir müssen kleine Schritte machen.“

Aktuell folgt auf einen Schritt nach vorne ein weiterer nach hinten, womit der EHC in der Tabelle auf der Stelle tritt. „Wir müssen einen Weg finden, um die Punkte zu holen“, ergänzte Christensen. Und zwar schnell.

Marcel Guboff

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