EHC muss NHL-Duo ersetzen

Rückkehrer statt Stars

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Paul Stastny (l.) und Blake Wheeler werden dem EHC fehlen

München - Der EHC RB München muss am Freitag im Spiel gegen die Hamburg Freezers beide NHL-Stars ersetzen. Doch Christian Winkler ist nicht bange. In Sachen Marco Sturm muss er noch abwarten.

„Jetzt schau ma mal, wie es ohne Blake Wheeler und Paul Stastny geht“, sagt Manager Christian Winkler. Sein EHC RB München empfängt am Freitag die Hamburg Freezers (19.30 Uhr, Eishalle) – ohne die beiden NHL-Stars, die bis zum 2. Januar auf Heimaturlaub sind und dem EHC daher in den beiden Spielen an diesem Wochenende fehlen. Die Hamburger sind alles andere als Fastfood: Sie sind Tabellenfünfter und liegen damit zwei Plätze vor dem EHC. Außerdem gewannen die Mannen von der Waterkant die Vergleiche in dieser Saison. Stürmer Klaus Kathan nennt Hamburg „einen starken Gegner mit gutem, ausgeglichenem Kader“.

Kathan, der am Mittwoch wie Felix Petermann sein Comeback nach Verletzungspause gab, sieht es realistisch: „Man kann nicht erwarten, dass man unsere NHL-Spieler voll ersetzen kann. Für ein, zwei Partien kann aber ihre Abwesenheit sogar gut für uns andere sein. Dann kann sich der ein oder andere mehr zeigen. Wir werden alles geben. Nach den erfolgreichen Wochen zuletzt wollen wir dranbleiben.“

Auch Winkler ist vor dem Nord-Süd-Duell nicht bange: „Mit Blake und Paul wären unsere Chancen sicherlich höher. Aber in den letzten Spielen ist das ganze Team gewachsen.“ Der Manager verweist auf das 6:2 im Derby in Augsburg, in dem Wheeler noch mitwirkte, und sagt: „Da hatte Blake kein so gutes Spiel, trotzdem haben wir den größten Teil des Spiels dominiert. Es war beeindruckend, wie alle vier Reihen spielten und trafen.“ Die vierte, mit Ty Morris, Christian Wichert und Toni Ritter , habe die erste Formation der Augsburger häufig aus dem Spiel genommen.

Kathan hat schon eine Rechnung für das Wochenende aufgestellt: „Bei Hamburg ist Jamie Benn weg, der NHL-Allstar, der das letzte Spiel gegen uns im Alleingang entschieden hat. So gesehen wird es ein offenes Duell.“ Erfreulich für den EHC: Für das Wochenende sieht es auch mit der Rückkehr von Brent Aubin gut aus. Der Techniker im Sturm, bislang Pechvogel der Saison, fiel wie Kathan mit einer Gehirnerschütterung aus und kämpfte sich nach und nach zurück.

Vorerst kein EHC-Trikot wird dagegen Marco Sturm überstreifen. Der NHL-Veteran, erzählt Winkler, will erst eine finale Entscheidung bezüglich des NHL-Lockouts abwarten und danach überlegen, ob er in den USA bleibt oder nach Europa kommt.

wim

"Pat" steht NICHT für "Patrick"! Cortina im Mini-Porträt

Pat Cortina ist nicht nur Trainer des EHC Red Bull München, sondern auch Bundestrainer. Wir stellen ihn im Kurzporträt vor © dpa
Voller Name: Pasqualino "Pat" Cortina © sampics
Nationalität: Italo-Kanadier © sampics
Geboren: 4. September 1964 in Montréal © dpa
Bisherige Stationen als Nationaltrainer: Italien, Ungarn © sampics
Bisherige Stationen als Vereinstrainer: HC Varese, AS Asiago Hockey (Italien), Alba Volán Székesfehérvár (Ungarn), HC Innsbruck (Österreich), EHC München © sampics
Größte Erfolge als Trainer außerhalb Deutschlands: 2008 Aufstieg mit Ungarn in WM-A-Gruppe; dreimal ungarischer Meister © sampics
Größte Erfolge in Deutschland: Gewinn des DEB-Pokals, Meisterschaft in der 2. deutschen Eishockey-Bundesliga und Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) jeweils mit dem EHC München © dpa

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