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EHC-Star Hager vor Olympia-Auftakt: „Wir sind in Schlagdistanz“

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Von: Mathias Müller

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EHC-Crack Patrick Hager will mit dem deutschen Eishockey-Team bei Olympia überraschen.
EHC-Crack Patrick Hager will mit dem deutschen Eishockey-Team bei Olympia überraschen. © picture alliance / Monika Skolim

Patrick Hager ist einer von sieben Spielern des EHC Red Bull München, die für Deutschland bei Olympia 2018 dabei sind. Das Interview vor dem Turnier-Start .

In der Nacht auf Donnerstag beginnt für die Eishockey-Cracks gegen Finnland das Turnier (Olympia 2018 live im TV und im Live-Stream: Übersicht aller Wettkämpfe). Sieben Spieler vom EHC Red Bull München sind dabei, darunter Patrick Hager. Wir sprachen mit dem Flügelstürmer (29).

Froh dabei zu sein?

Patrick Hager: Bei der erfolgreichen Qualifikation war ich in der Mannschaft, danach habe ich gewartet, bis der Bundestrainer nominiert. Ich habe gehofft, dass der Anruf kommt und ich in der Kaderliste stehe (Eishockey bei Olympia 2018: Das ist der Kader der deutschen Nationalmannschaft).

Sie sind lange dabei, feiern aber jetzt erst Ihre Olympia-Premiere, warum?

Hager: Vor acht Jahren habe ich mir kurz vor Vancouver das Innenband gerissen, dementsprechend sind die Spiele für mich ausgefallen, Für Sotschi hatten wir uns nicht qualifiziert. Jetzt bin ich im perfekten Eishockeyalter. Zudem wollte ich nach einigen Weltmeisterschaften, darunter zwei Heimturniere, endlich Olympia abhaken.

„Sturm hat sehr angenehmes und professionelles Umfeld geschaffen“

Was zeichnet die Mannschaft unter Marco Sturm aus?

Hager: Die Leistungskurve ging immer nach oben und durch die zwei Top-acht-Platzierungen bei den WMs haben wir den Ranglistenplatz acht zurückgeholt. Das ist wichtig für die nächste Olympiaqualifikation, weil wir sie nicht spielen müssen, sondern direkt dabei sind. Marco hat ein sehr angenehmes und professionelles Umfeld geschaffen. Unter ihm hat sich ein Stamm herauskristallisiert, es gibt nicht viele Wechsel, das Gerüst der Mannschaft ist identisch.

Die NHL-Spieler dürfen nicht mitmachen, ist das ein Vor- oder Nachteil für Deutschland?

Hager: Wenn du es dir aussuchen kannst, willst du, dass die besten Sportler dabei sind, deswegen ist es erst mal ein Wermutstropfen. Allerdings ist ein Schlüssel unseres Erfolgs, dass sich bei uns gewisse Automatismen und Reihenkombinationen eingespielt haben. Das hilft international, wo alle zu kämpfen haben, weil die Spieler von vielen Vereinen und teils Kontinenten zusammenkommen. Da weiß man nie genau, wie das passt.

„Hoffentlich wird die neue Generation davon profitieren“

Achter in der Welt, ist das Deutschlands realistische Qualität?

Hager: Momentan ja. Wir liegen in Schlagdistanz zur Schweiz, die im Nachwuchs in den vergangenen Jahren viel richtig gemacht haben. Es gilt die Nationen, die zuletzt vor uns waren, die Letten, die Norweger, die Dänen konstant hinter uns zu lassen, um den Platz zu festigen. Auf Platz sechs und fünf warten mit Tschechien und den USA zwei ganz große Nationen, dorthin ist es noch ein großer Schritt und einiges an Arbeit. Im Nachwuchs hat der DEB einige Programme umgestellt, hoffentlich wird die neue Generation davon profitieren.

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Interview: Mathias Müller

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