Zwei-Tore-Sieg in CHL – sonst ist Schluss

EHC: Treffer statt Tiefschlaf

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Toni Söderholm .

München - Tiefschlaf vermeiden! Montag gab Coach Don Jackson seinen Spielern nach dem Sechs-Punkte-Wochenende frei, das angesetzte Training wurde erstsatzlos gestrichen. Dienstagabend (19.30 Uhr) muss der EHC RB München gegen Lukko Rauma hellwach sein, wenn der Einzug ins CHL-Achtelfinale klappen soll.

Das Hinspiel in Finnland verloren die Münchner trotz über weite Strecken guter Leistung mit 3:5. Schuld daran war unter anderem eine fünfminütige Tiefschlafphase – Janne Lahti (30.), Janne Niskale (33.) und Toni Koivisto (35.) schossen eine 4:1-Führung heraus. Nach dem 5:1 in der 48. Minute war der EHC mit der Zwei-Tore-Niederlage letztlich gut bedient.

Fünf Gegentore hatte der EHC in allen vier CHL-Begegnungen (4) zuvor gegen Kosice und Klagenfurt nicht gefangen. Heute braucht es einen Sieg mit mehr als zwei Toren Unterschied für die Verlängerung oder drei Tore für’s direkte Weiterkommen. Frei nach Ex-Bayerntrainer Louis van Gaal: ein Tod- oder-Gladiolen-Spiel!

Ein Spaziergang wird’s nicht. „Lukko spielt in der finnischen Liga sehr stark“, sagt Toni Söderholm, der mit seinem Ex-Klub Helsinki viele Jahre gegen sie auflief. Als Tabellenführer der Liiga hat Lukko bei einem Torverhältnis von 25:17 nur zwei von zehn Spielen verloren. Besondere Achtung ist vor Toni ­Koivisto geboten, das Lukko-Stürmer-Urgestein (1999–2005 und seit 2013) führt mit sechs Treffern und fünf Assists die Scorerliste an, auch im Hinspiel netzte der 32-Jährige ein.

Uli Maurer, seit seinem Wechsel 2010 aus Augsburg dienstältester EHCler, weiß, was auf sie zukommt: „Finnische Mannschaften stehen traditionsgemäß hinten sehr gut, wir dürfen in der Defensive wenig zulassen“, sagt der 30-Jährige. Der Garmischer ergänzt aber auch: „Wir rechnen uns noch Chancen aus, sonst bräuchten wir nicht antreten. Kommen wir ins Rollen, können wir es schaffen.“

Helfen könnte der erste CHL-Treffer des neuen DEL-Rekordmanns Jason Jaffray (acht Treffer in acht Spielen). Er verspricht: „Wir brauchen ein paar Tore, aber wir spielen zu Hause und wir werden taktisch besser aufgestellt sein.“ Und vom erneuten Tiefschlaf hindern sie zur Not die Fans in der heimischen Eishalle.

CHL-Achtelfinale: Auch Salzburg zittert!

Auch in Salzburg muss Red Bull bangen. Gegen Storhamar Hamar verlor die Truppe von Coach Jim Boni das Hinspiel mit 1:3. „Wenn wir gewinnen, ist das natürlich sehr schön. Wenn wir verlieren, werden wir den Bewerb aber dennoch erhobenen Hauptes beenden“, kündigte Boni an. Neben dem EHC kämpfen auch vier weitere deutschen Mannschaften um den Achtelfinal-Einzug. Gute Aussichten nach ihren Hinspielsiegen haben Ingolstadt (4:2 gegen Frolunda Gothenburg) und Berlin (3:0 gegen Stavanger Oilers). Mannheim (1:4 gegen Espoo Blues) und Düsseldorf (0:2 gegen Karpat Oulu) müssen, wie die Münchner, das Duell drehen.

mm

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