Umbau nach dem Titel-Hattrick

Sechs Spieler verlassen den EHC - Verhandlungen mit Pinizzotto und Aulie laufen

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Die Mannschaft des Eishockey-Bundesligisten EHC Red Bull München um Florian Kettemer (mit Pokal) kommt mit einem offenen Doppeldeckerbus zur Meisterfeier vor dem Olympia-Eissportzentrum.

Der EHC steht vor einem größeren Kaderumbau. „Einige“ Spieler müssen gehen. Bei der Meisterfeier mit den Fans werden erstmal nur zwei verabschiedet. Großen Applaus gibt es für Dominik Kahun, der einen großen Schritt in die beste Liga der Welt wagt.

München - Nach dem Meistertitel und ausgiebigen Partys steht beim EHC Red Bull München der Umbau des Kaders für die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Fokus. Bei der Abschlussfeier mit rund 2500 Fans kündigte Geschäftsführer Christian Winkler am Samstagabend an, dass „der eine oder andere“ den Verein noch verlassen werde. Offiziell bestätigt als Weggänge waren da nur Keith Aucoin, der seine Karriere beendet, und Dominik Kahun nach dessen Vertragsunterschrift in der nordamerikanischen NHL bei Chicago. „Einige“ andere Profis werden ebenfalls nicht bleiben, hieß es.

Am Sonntag wurden weitere Personalien vermeldet. Florian Kettemer, Markus Lauridsen, David Leggio und Jon Matsumoto tragen zukünftig auch nicht mehr das Trikot der Red Bulls. Mit Verteidiger Keith Aulie und Stürmer Steve Pinizzotto würde die Gespräche andauern, teilte der deutsche Meister mit. Aktuell stehen 21 Akteure für die kommende DEL-Spielzeit im Münchner Meisterkader.

Für den 39 Jahre alte Aucoin, in der abgelaufenen Saison immerhin bester DEL-Scorer der Hauptrunde, und Kahun hatte Winkler nur Lob übrig. Vor allem auf Olympia-Silbermedaillengewinner Kahun ist man stolz in München. „Er ist ein aboluter Diamant, der jetzt dahingeht, wo die besten Eishockeyspieler der Welt spielen“, sagte der Manager.

Der 22-Jährige erhielt bei den Chicago Blackhawks, zuletzt Meister in der Jahren 2010, 2013 und 2015, einen Zweijahreskontrakt. „Ich habe immer gesagt, dass ich in meinem Eishockeyleben zwei große Träume habe. Den ersten Traum, bei Olympischen Spielen dabei zu sein, habe ich mir im Februar erfüllt, durfte durch die großartigen Leistungen unserer Nationalmannschaft am Ende sogar sensationell mit einer Silbermedaille nach Hause fahren. Nur wenige Wochen später geht mit dem Wechsel in die NHL nun auch mein zweiter großer Traum in Erfüllung. Ich bin einfach nur glücklich und dankbar“, sagte Kahun.

Tausende EHC-Fans feiern die Triple-Champions - Party-Bilder aus dem Olympiapark

Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder.
Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder. © GEPA pictures/ Markus Fischer
Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder.
Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder. © GEPA pictures/ Markus Fischer
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Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder. © GEPA pictures/ Markus Fischer
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Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder. © GEPA pictures/ Markus Fischer
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Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder. © dpa / Andreas Gebert
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Mehr als 2500 EHC-Fans feierten im Olympiapark ihre Meister-Helden - die Bilder. © GEPA pictures/ Markus Fischer

NHL-Erfahrung haben Steven Pinizzotto und Jon Matsumoto, und beide waren auch in den Playoffs gegen die Eisbären Berlin Erfolgsgaranten, Matsumoto sogar als Rekord-Scorer und „Wertvollster Spieler“. Und dennoch dürften die zwei keine neuen Verträge erhalten. Matsumoto bestätigte seinen Wechsel nach Iserlohn bereits, Pinizzotto wurde zuletzt mit den Kölner Haien in Verbindung gebracht. Medienberichten zufolge werden auch David Leggio und Florian Kettemer gehen.

Dass Michael Wolf noch ein Jahr dranhängt und seine Karriere nicht beendet, das wurde am Samstag noch nicht verkündet. Er selbst hatte die Entscheidung nach dem Finale am Donnerstag aber angedeutet. Der Kapitän will mit München seinen vierten DEL-Titel in Serie gewinnen - wird sich dafür aber an einige neue Teamkollegen gewöhnen müssen.

dpa

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