Larry Huras

EHC: Wut-Rede von gegnerischem Trainer

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Larry Huras.

München - Wenn man aufgebracht ist, kann man die deutsche Sprache schon mal durcheinander bringen. Und Larry Huras war sehr aufgebracht. Der Coach des ERC Ingolstadt tobte auf der Pressekonferenz nach der 2:4-Niederlage am Freitagabend beim EHC RB München.

 „Ich habe die Hose voll“, wütete Huras. Er meinte wohl: Ich habe die Schnauze voll. „Jede Woche das gleiche! Die DEL ist eine Top-Liga. Aber das mit den Schiedsrichtern kann nicht sein! Niemand ist perfekt, wir alle machen Fehler. Aber das geht nicht! Es gibt keine Linie!“, so Huras. Was war passiert? In einem umkämpften Spiel schickten die Refs beim Stand von 2:2 innerhalb von einer Minute zwei Panther auf die Strafbank. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis traf Wolf zum 3:2, ehe Regehr aus großer Distanz Sekunden vor der Sirene alles klar machte. Vor allem die zweite Strafe brachte Huras auf die Palme. Seiner Sicht nach war die Attacke gegen EHC-Topscorer Roe ein normaler Check, den jeder andere Unparteiische ungeahndet gelassen hätte. Wütend verließ der Gäste-Coach dann die Pressekonferenz.

Das Interessante: Auch die Münchner waren seiner Meinung. Don Jackson: „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Ich muss das im Replay sehen. Aber ich kann Larry verstehen. Es ist sehr schwierig, weil jede Woche eine andere Linie der Refs da ist.“ Auch Alex Barta, Torschütze zum 1:0, sieht einen Unterschied zwischen DEL und anderen Ligen. „Das ist kein neues Problem in der DEL. Fakt ist, dass Schiedsrichter mit ihren Entscheidungen ein Team bevorzugen oder benachteiligen können. Das gleicht sich zwar über die Saison aus, ist aber trotzdem schwierig.“

Garrett Roe hatte fast Mitleid. „Ich habe den Kontakt nicht gesucht. Das ist nicht meine Art, aber bei dem Tempo ist es schwierig auf den Beinen zu bleiben“, sagte der Stürmer. Die unterschiedliche Bewertung von Checks und Körperkontakten stören auch die Spieler. Selbst, wenn sie Nutznießer sind. Oder, wie es Barta formulierte: „Das Spiel hätte mit fünf gegen fünf entschieden werden sollen. Das wäre ehrlicher gewesen.“

Maxi Schmeckel

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