„Ich hätte niemals damit gerechnet“

EHC-Youngster Eder vor DEB-Debüt: So erfuhr ich von meiner Nominierung 

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EHC-Stürmer Andreas Eder darf beim Deutschland Cup ran.

Zusammen mit acht Kollegen vom EHC Red Bull München wird Andreas Eder an diesem Wochenende das Trikot der Eishockey-Nationalmannschaft tragen - für ihn eine Premiere.

Für Andreas Eder geht an diesem Wochenende ein Traum in Erfüllung. Der Youngster des EHC Red Bull München wird beim Deutschland Cup in Augsburg sein Debüt in der A-Nationalmannschaft feiern. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Danny aus den Birken, Konrad Abeltshauser, Yannic Seidenberg, Daryl Boyle, Dominik Kahun, Brooks Macek, Patrick Hager und Frank Mauer wurde der 21-jährige Stürmer von Nationaltrainer Marco Sturm in den Kader berufen. David Leggio wird für die USA auflaufen.

„Der Anruf kam vor gut zwei Wochen. Ich war gerade mit Dominik (Kahun, die Red.) beim Kaffeetrinken, als mich eine Nummer anrief, die ich nicht kannte“, erinnert sich Eder im Gespräch mit der tz. „Ich hätte niemals damit gerechnet, dass es Marco ist und ich ins Nationalteam berufen werde.“ Der gebürtige Oberbayer, der in Miesbach aufgewachsen ist, durchlief bereits die U 18- und U 20-Nationalmannschaften. Der erste Einsatz mit dem A-Kader ist dennoch etwas ganz Besonderes. „Ich denke, jeder Spieler träumt davon, sein Land vertreten zu können“, so Eder. „Ich hoffe, dass ich mich empfehlen kann und auch bei einer WM dabei bin.“

Eder über seine Zeit in Nordamerika: „Hat mich als Menschen sehr weitergebracht“

Doch auch an diesem Wochenende sind die Gegner hochkarätig. Die Deutschen werden auf Russland, die Slowakei und die USA treffen. Los geht es am Freitagabend um 19.30 Uhr gegen Russland. Eder fühlt sich bereit. „Ich denke, es ist ein Vorteil, dass wir dank der CHL auch Eishockey auf internationaler Ebene gespielt haben“, so der Stürmer. Zusätzlich bringt Eder weitere Erfahrungen mit. Im Alter von 17 Jahren wagte der Oberbayer den Schritt über den Atlantik und wechselte in die Western Hockey League zu den Vancouver Giants. Das Engagement endete allerdings nach wenigen Monaten. Eine Zeit, die Eder geprägt hat: „Es war nicht leicht. Man geht zum ersten Mal von daheim fort, lebt in einer Gastfamilie und lernt noch einmal ganz neue Trainingsmethoden und Umgangsformen kennen. Die Zeit hat mich als Menschen sehr weitergebracht.“

Über Salzburg, Riessersee und München ins Nationalteam

Wenig später folgte ein Engagement beim Nachwuchsteam des EC Salzburg, Eder spielte in der russischen MHL. 2015 erhielt er einen Vertrag in München mit Förderlizenz für den SC Riessersee. „Ich habe in den vergangenen Jahren so viel gelernt, beispielsweise von Wolfi (Michi Wolf, die Red.) oder auch Jason (Jaffray, die Red.). Die bisherige Zeit in München hat mich spielerisch sehr weitergebracht“, sagt Eder. Nun will er sich auch bei der Nationalmannschaft beweisen.

Lena Meyer

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