Erstes Spiel gegen Ex-Team Straubing

EHC-Neuzugang Wörle: "Freitag? Kopf oben halten!"

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Spielten schon für die Nationalmannschaft gemeinsam: Wörle (r.) und EHC-Kapitän Wolf

München - Für Tobias Wörle ging auf einmal alles ganz schnell. Mittwoch unterschrieb er den Vertrag beim EHC Red Bull. Am Freitag geht es jedoch gleich wieder zum Ex-Team nach Straubing - im Bullen-Dress.

Straubing, München, Straubing, München und dann für einen Abend wieder Straubing. Die Neuverpflichtung des EHC Red Bull München ist in dieser Woche so häufig auf der Autobahn wie wohl keiner seiner Kollegen. Tobias Wörle, der am Dienstag seinen Vertrag in Straubing auflöste, ist sein gestern im Team von EHC-Coach Don Jackson. Der 31-jährige Stürmer, der in bisher 542 DEL-Partien 177 Scorerpunkte (81 Tore, 96 Assists) sammelte, erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.

„Das ist eine ganz neue Situation für mich. Am Montag kam der Anruf vom EHC Red Bull und mir wurde gesagt, dass der Verein Interesse an mir hat. Das war ein wahnsinnig tolles Gefühl und hat mich unheimlich gefreut“, sagt Wörle zur tz. „Die letzten zwei Jahre in Straubing waren nicht einfach für mich – und so musste ich gar nicht lang überlegen und habe nur gehofft, dass diese Entwicklung auch für meinen alten Verein in Ordnung ist.“ Und das war sie: Straubing und Wörle lösten den Vertrag einvernehmlich auf, gestern war Wörle – gebürtiger Füssener und ein Freund von EHC-Kapitän Michi Wolf – im Training in München.

Beim tz-Gespräch am Nachmittag ist er schon wieder auf dem Weg in die alte Heimat. „Ich helfe bei der Wohnungsauflösung, dann geht es zurück“, lacht der Eishockey-Profi. Nur um am Freitag wieder zurück nach Straubing zu fahren. Dann trifft er mit seinem neuen Team ausgerechnet direkt auf sein altes. „Das ist eine Konstellation, die ich so auch noch nie hatte. Vereinswechsel unter der Saison – und dann gleich das erste Spiel gegen den ehemaligen Klub. Das ist schon verrückt.“

Wörle freut sich drauf! „Ich will ich mich schnell in die neue Mannschaft einfügen und helfen. Es ist eine große Ehre beim EHC spielen zu dürfen“, sagt Wörle. Nur eines hätten ihm die Ex-Mitspieler mit auf den Weg gegeben. „Mir wurde geraten, Freitag den Kopf oben zu behalten, weil es den ein oder anderen Stockschlag geben könnte“, lacht der Neu-Münchner.

Lena Meyer

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