"Es waren elf wahnsinnig tolle Jahre"

Ex-EHC-Star Felix Petermann muss Karriere beenden

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Ex-EHC-­Kapitän Felix Petermann verabschiedet sich vom aktiven Eishockey.

München - Felix Petermann, ehemalige Publikumsliebling und Kapitän des EHC Red Bull München, muss seine Eishockey-Karriere verletzungsbedingt beenden.

Das war’s, es geht nicht mehr. „Ich hänge meine Schlittschuhe an den Nagel“, verkündete Felix Petermann. Damit verschwindet „Flex“, zuletzt fünf Jahre lang beim EHC München Publikumsliebling und Kapitän, von der Eisfläche. Ungewollt. Im Heimspiel gegen Mannheim, am 12. Dezember 2014, verletzte sich der 31-Jährige nach einem Check: linke Schulter ausgekugelt, Trümmerfraktur im Oberarm, Achselnerv zerstört. Im April folgte die OP, der Nerv musste transplantiert werden. Damit war klar: Die Schulter wird nie mehr voll funktionsfähig sein. „Ich wäre sonst auf jeden Fall wieder in der DEL aufmarschiert“, sagt der 64-malige Nationalspieler.

Allerdings nicht in München, der Vertrag des Verteidigers wurde nicht verlängert. „Romantik im Sport gibt es eben nicht“, meinte „Flex“. Daher kann er jedem jungen Profi nur empfehlen, „sich früh einen Plan für die Zeit danach zu machen“. Ob er selbst das Maximum erreicht habe? Er atmete tief durch, schaute sich um, sah die Trikots aus seiner Zeit im DEB-Team, in Füssen, Nürnberg, Mannheim und München: „Ja. Es waren elf wahnsinnig tolle Jahre.“

Am Montag beginnt sein „neues Leben ohne den Sport“, bei Siemens in Frankfurt im Referententeam des Vorstands. Dafür legte er den Grundstein mit dem Studium International Management. Er weiß also, wovon er spricht, wenn er jungen Profis den Tipp gibt, vorzusorgen. Werden wir „Flex“ also nie wieder im Eishockey sehen? „Kategorisch ausschließen möchte ich nichts.“ Bis dahin soll die Schublade Sport aber geschlossen bleiben.

mg

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