Er hatte einen Vertrag mit Ausstiegsklausel

Felix Schütz wechselt zu Admiral Wladiwostok

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Nun nimmt er wieder weiter östlich Maß: Felix Schütz geht zurück in die KHL, wo er schon letzte Saison spielte.

München - Der EHC München verliert nicht unerwartet seinen Stürmer Felix Schütz an Wladiwostok in der KHL. Der Nationalspieler hatte einen Vertrag mit Ausstiegsklausel beim EHC unterzeichnet.

Er war der nachträgliche Zugang, als die Saison schon begonnen hatte – ein paar Wochen später ist er ein vorzeitiger Abgang: Nationalspieler Felix Schütz hat den EHC München wieder verlassen. Sein Ziel ist der Klub, von dem er gekommen war: Admiral Wladiwostok im äußersten Osten Russlands.

Im Sommer war sich der aus Erding stammende Schütz mit dem Verein der Kontinental Hockey League über einen neuen Vertrag nicht einig geworden. „Die haben gepokert, ich habe gepokert“ – nun ist das Spiel beendet: Schütz unterschrieb bei Wladiwostok, dessen Präsident Alexander Mogilny (russische Legende: Weltmeister, Olympiasieger, Stanley-Cup-Gewinner) den Kontakt zum Deutschen nie hatte abreißen lassen: „Er hat angerufen und gesagt: ,Schützi, komm zurück’“, erzählte Felix Schütz.

Die Leistungen des 26-Jährigen blieben in München überschaubar

An München hatte sich Schütz wegen der Nähe zur Heimat Erding und wegen des Opas gebunden, der ins Krankenhaus gemusst hatte. Allerdings unterzeichnete Felix Schütz nur einen Vertrag mit Ausstiegsklausel beim EHC, und er hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er die starke und lukrative KHL bevorzuge gegenüber der DEL.

In München wurde ihm gleichwohl ein Platz in der ersten Sturmreihe zugewiesen, die Leistungen des 26-Jährigen blieben jedoch überschaubar. Er geht mit drei Toren und zwei Assists aus neun Einsätzen, seine Plus-Minus-Bilanz ist mit einer Null ausgewogen. Er wurde bei den Fans das Image nicht ganz los, das Engagement in München lediglich als Karte im Poker mit russischen Klubs zu verwenden.

Durch das Ausscheiden von Schütz dürfte nun Dominik Kahun, 19, das Vorzeigetalent im EHC-Kader, in die Stammmannschaft aufrücken. Bisher spielte er erst zweimal, Trainer Don Jackson bescheinigt ihm aber „eine große Zukunft im Eishockey“.

Günter Klein

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