Richie Regehr über seine Heimat Kanada

"Entspannung? Das ist Fischen an einem Sommertag!"

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Fühlt sich auch in München wohl: Regehr (r.)

München - Er ist da, wenn der EHC Red Bull ihn braucht. Richie Regehr (31) wechselte in diesem Sommer von den Eisbären Berlin zu den Bullen. Seitdem sorgt der Kanadier für die wichtigen Tore der Münchner. Im Interview berichtet er, was ihm Kraft gibt.

Er ist da, wenn der EHC Red Bull ihn braucht. Richie Regehr (31) wechselte in diesem Sommer von den Eisbären Berlin zu den Bullen. Seitdem sorgt der Kanadier für die wichtigen Tore der Münchner. Beim Derby-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Straubing brachte er sein Team in Führung und hatte so großen Anteil am Sieg. Eine Leistung, die er auch am Freitag bei den Kölner Haien – derzeit Platz 13 der Tabelle – zeigen will. Regehr: „Gegen die Kölner wird es nicht einfach, besonders weil wir auswärts spielen. Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen, nur weil wir am vergangenen Wochenende zwei Mal siegen konnten und Köln nicht den perfekten Saisonstart hatte. Auch am Freitag müssen wir alles geben.“

Was dem Kanadier Kraft gibt? Mit Sicherheit seine Familien in Saskatchewan. Die tz sprach mit Regehr über sein Zuhause.

Herr Regehr, Sie sind momentan über 7350 Kilometer Luftlinie von Ihrer Heimat entfernt. Was vermissen Sie am meisten?

Regehr: Mit Sicherheit meine Familie und meine Freunde – und das Leben am See in Saskatchewan. Ich habe zwar auch dort meine eigene Wohnung, aber es ist immer etwas los. Wir sind eine sehr große Familie, wohnen fast alle nah beieinander. Da sind meine Eltern, meine zwei Brüder und ihre Ehefrauen und meine Schwester mit ihrem Ehemann. Und dann gibt es noch meine sieben Neffen. Es wird also nie langweilig (lacht).

Wie sieht ein typischer Tag im Sommer bei Ihnen aus?

Regehr: Ich liebe es draußen in der Natur zu sein, Fischen zu gehen und zu grillen. Ich stehe also früh auf, besuche meine Neffen und fahre mit den ältesten raus auf den See. Oder ich unternehme etwas mit meinen Freunden und meinen Brüdern.

Ihr älterer Bruder Robyn spielt in der NHL und gewann in diesem Jahr mit den Los Angeles Kings den Stanley Cup.

Regehr: Das stimmt! Ich hatte das Glück bei dem Finale dabei sein zu können. Als die LA Kings dann gewonnen haben, war das unglaublich! Die gesamte Familie hat mitgefeiert – wir waren alle sehr glücklich.

Sie haben selbst in der NHL gespielt, sind seit 2007 in der DEL mit einem zweijährigen Abstecher nach Schweden. Ist es manchmal schwer, einen größeren Bruder zu haben, der den NHL-Traum noch immer lebt?

Regehr: Überhaupt nicht. Ich bin sehr stolz auf ihn, und das, was er erreicht hat. Er ist mein großer Bruder und ich wünsche ihm nur das Beste. So wie er mir.

Hier in München haben Sie nicht die Möglichkeit, einfach mal schnell zum Fischen rauszufahren. Wie entspannen Sie nach einem Training?

Regehr (lacht): Ich schaue mir Youtube-Videos an. Übers Fischen, oder Themen, die mit der Natur zu tun haben. Meine Teamkollegen lachen immer schon. Aber mich interessiert das, und es entspannt mich.

Interview: Lena Meyer

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