Mannheim zieht davon

Rückschlag für EHC: Niederlage in Ingolstadt

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Gegen Ingolstadt vergab der EHC München wertvolle Punkte.

Ingolstadt - Dämpfer für den EHC Red Bull München! Nach zuletzt drei Siegen in Folge verloren die Bullen beim Tabellendritten ERC Ingolstadt mit 2:3 (0:1, 0:1, 2:1). Die Münchner haben damit als Zweiter zehn Punkte Rückstand auf Mannheim.

Der EHC wurde dabei in den beiden ersten Dritteln mit den eigenen Waffen geschlagen. Die Schanzer attackierten früh im Angriffsdrittel und verteidigten konzentriert – eigentlich die Stärke der Münchner. So kamen die Gäste kaum zu Torchancen. Anders als Ingolstadt. Derek Hahn nutzte einen Gegenstoß clever aus und ließ Bullen-Goalie Niklas Treutle keine Chance (14:51). „Ein vermeidbarer Gegentreffer“, ärgerte sich EHC-Coach Don Jackson über den leichten Scheibenverlust seines Teams, der dem Führungstreffer des ERC voraus gegangen war.

Im zweiten Drittel bot sich 4427 Zuschauern ein ähnliches Bild wie zuvor: Ingolstadt bot Angriffspressing und verteidigte exzellent. Die beste Chance für den EHC vergab Roe, der links vorbei zielte. Diese Fahrlässigkeit wurde bestraft und Ryan MacMurchy nutzte eine Vier-zu-zwei-Überzahl zum 2:0 aus (14:45).

Im Schlussdrittel zeigte sich München verbessert und lockerte den Druck des Gastgebers erheblich. In Überzahl gelang Kapitän Wolf der Anschlusstreffer (43:56), ehe ERC-Scharfschütze Greilinger den alten Abstand wieder herstellte (15:30). In der Folge zogen sich die Schanzer zurück, um die Führung zu verwalten. Das passte Toptalent Kahun der Münchner nicht in den Kram, der 19-jährige verkürzte erneut (16:28) und läutete eine spannende Schlussphase mit Torchancen auf beiden Seiten ein. Die Goalies Treutle und Pielmeier leisteten sich jedoch keinen Fehler mehr – es blieb beim 3:2.

Ein besonderer Abend war es für gleich zwei Akteure auf dem Eis. EHC’ler Seidenberg absolvierte sein 700. DEL-Spiel. Noch eindrucksvoller die Leistung vom Schanzer-Kapitän Patrick Köppchen, der 457 DEL-Spiele ohne Unterbrechung absolviert hat – eine Marke, die auch der EHC zu würdigen wusste. „In einem Sport wie Eishockey so lange ohne Verletzung zu bleiben. Das ist schon ein Zeichen von starker Fitness“, kommentierte Alex Barta.

Maxi Schmeckel

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