EHC-Coach über das frühe Playoff-Aus und wie es nun weitergeht

Jackson: Das muss sich nächste Saison ändern

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Don Jackson

München - Genau vor zwei Wochen verlor der EHC RB München sein viertes von vier Playoff-Spielen gegen Wolfsburg. Seitdem ist die Saison vorzeitig beendet. In der tz spricht Trainer Don Jackson über die Gründe für das Aus und die Planungen für die kommenden Saison.

Genau vor zwei Wochen verlor der EHC RB München sein viertes von vier Playoff-Spielen gegen Wolfsburg. Seitdem ist die Saison vorzeitig beendet. Und weil nach den Playoffs vor der neuen Spielzeit ist, wurde seitdem ordentlich am neuen Kader gebastelt. Sieben Spieler wurden verabschiedet, 16 mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Was die Roten Bullen ändern wollen? Welche Neuerungen im Kader zu erwarten sind? Und warum ein Triumph in dieser Saison noch auf sich warten ließ? Die tz sprach exklusiv mit Trainer Don Jackson.

Herr Jackson, nach zwei Wochen des Refklektierens. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe für den Misserfolg?

Jackson: Wir haben in den vergangenen Wochen die komplette Saison sowie die Playoff-Serie gegen Wolfsburg analysiert. Nach einer zufriedenstellenden, regulären Spielzeit – immerhin konnten wir uns für die Champions Hockey League qualifizieren – kam das frühe Aus gegen Wolfsburg auch für mich überraschend. Die Gründe sind vielschichtig: Zum einen haben wir – ganz offensichtlich – einfach viel zu wenig gescoret. Kein einziges Heimtor, insgesamt fünf Auswärtstore, das reicht nicht. Die Mannschaft hatte in jedem Duell Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, die eigenen Chancen zu verwerten. Ein Negativ-Trend, der nicht durchbrochen werden konnte. Hinzu kamen zu viele ärgerliche Penalties, sowie ein meist schlechtes Unterzahlspiel. Ein Team wie Wolfsburg, das mit Schwung aus den Pre-Playoffs in die neue Serie gestartet ist, bestraft so etwas sofort!

Warum die plötzliche Schwäche in den Playoffs?

Jackson: Genau diese Frage habe ich auch meinen Spielern gestellt. Einige haben geantwortet, dass das Training vor der Playoffs zu hart gewesen sei. Ich lasse diese Ausrede nicht gelten. Wir mussten hart trainieren, um die nötige physische Verfassung für die Playoffs zu erlangen. Wer nicht mithalten kann, hat wohl noch nie richtig trainiert. Meiner Meinung nach haben sich in den Playoffs die Probleme des Teams, die es schon während der Saison gab, überdeutlich gezeigt. Die Verletzungssituation hat ihr übriges getan, aber diese Ausrede lasse ich ebenfalls nicht gelten. Wir haben genügend Spieler, um zu gewinnen. Vielmehr haben sich die Schwächen, wie im Powerplay, oder auch was die Chancenverwertung angeht, deutlicher gezeigt.

Worauf haben Sie bei Personalentscheidungen für die neue Saison geachtet?

Jackson: Ziel ist es natürlich immer, ein Team zusammenzusetzen, dass sowohl menschlich als auch sportlich gut zusammenpasst. Generell ist es mir als Trainer wichtig, dass Spieler folgende Eigenschaften beinhalten: Schnelligkeit auf dem Eis, körperliche Substanz, gute Scorerqualitäten, Fitness und unbedingter Einsatzwille. Ich denke, dass wir, was das angeht, gute Entscheidungen getroffen haben.

Was hat Ihnen in der vergangenen Saison gefehlt?

Jackson: Uns hat es vor allem an Größe und damit Präsenz auf dem Eis gefehlt, besonders in Sachen Verteidigung. Was das angeht, müssen wir uns sicherlich verstärken.

Haben Sie schon weitere Neuzugänge im Auge?

Jackson: Klar, aber es wäre unklug, Namen zu nennen. Was ich aber sagen kann, ist, dass wir den gesamten Sommer über unter Hochdruck an der weiteren Gestaltung des Kaders arbeiten werden.

Interview: Lena Meyer

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