Hochsommer in der Stadt - Red Bulls starten aufs Eis

EHC-Star Abeltshauser im Interview: „Da muss ich viel schwerer schlucken als nach Niederlagen“

+
Auftanken für die neue Saison: Konrad Abeltshauser und der EHC sind bereit für die nächste Titelverteidigung.

Der EHC Red Bull München hat die Mission Vierter Titel nacheinander gestartet. Während einige Stützen das Team verlassen haben, fühlt sich Konrad Abeltshauser „fit wie noch nie“. 

München - München schwitzt - doch beim EHC bricht die Eiszeit an. Die Kufen-Cracks trainieren an diesem Freitag zum ersten Mal wieder in der Eishalle. Auch Konrad Abeltshauser schwitzt nach seinen um ein Jahr verschobenen Flitterwochen auf Hawaii wieder auf dem Eis - das tz-Gespräch.

Herr Abeltshauser, Sie haben Ihren Sommerurlaub auf Hawaii verbracht - wie schwer fällt die Umstellung, jetzt aufs Eis zu gehen?

Abeltshauser: Natürlich ist es anfangs etwas komisch, bei mehr als 30 Grad Außentemperatur. Aber ich bin ja schon wieder etwas länger zurück und nach vielen Einheiten im Kraftraum ist es auch wieder schön, gemeinsam mit den Kollegen auf dem Eis Gas zu geben.

Lesen Sie auch: Nach 17 Jahren Pause: DEL kehrt endlich zu essenziellem Liga-Modus zurück

Wie sah Ihr Urlaub aus? Die Bilder lassen auf einen Touri-Trip schließen…

Abeltshauser: Zunächst war ich mit meiner Frau drei Wochen auf Hawaii, das war eine Mischung aus Abenteuerurlaub und Entspannen am Strand. Wir wollten aber weg von den ganzen Hotels und diese brutale Natur erleben, also war das kein klassischer Touristen-Urlaub - auch wenn das rein vom Outfit her natürlich auch mal so aussah.

Mussten Sie sich an einen Trainingsplan halten?

Abeltshauser: Die drei Wochen auf Hawaii waren komplett trainingsfrei, danach waren wir sieben Tage in den USA. Dort habe ich jeden Tag einen Trainingsplan bekommen und den habe ich im Kraftraum voll durchgezogen.

Lesen Sie auch: EHC-Kampfansage im Video: „Werden nicht aufhören, bis die europäische Krone uns gehört“

Worauf liegt in der Sommervorbereitung das Augenmerk?

Abeltshauser: Hauptsächlich geht es um Muskelaufbau und Explosivität. Dazu kommt dann der Ausdauerbereich, etwa mit Radl-Fahren oder Intervalleinheiten. Aber wir versuchen auch, mit anderen Sportarten Abwechslung zu bekommen.

Zurück aufs Eis: Wie sehen Sie die Mannschaft nach dem personellen Umbruch für die kommende Saison aufgestellt?

Abeltshauser: Wir haben wieder eine super Mannschaft, die sich auf ähnlich hohem Niveau wie letztes Jahr bewegt. Klar kann man Spieler wie Kahun, Macek, Aucoin oder den Pinner (Steven Pinizzotto, d. Red.) nicht eins zu eins ersetzen. Aber die neuen Jungs sind sportlich und menschlich überragend, da sind richtig gute Eishockey-Spieler dazu gekommen. Frisches Blut ist immer auch wichtig, gerade weil Spieler dabei sind, die noch keinen Titel gewonnen haben. Die sind richtig heiß, das merkt man in der Kabine.

Sie gelten als Konstante im Kader - fühlen Sie sich als Identifikationsfigur?

Abeltshauser: Das kann man, glaube ich, schon sagen. Gerade die Spieler, die quasi um die Ecke aufgewachsen sind, sind für die Zuschauer wichtig. Auch die Jüngeren nehmen sich an uns ein Vorbild, das ist für mich ein Ansporn. Das ginge aber nicht, wenn ich mich nicht auch mit dem Verein identifizieren würde.

Lesen Sie auch: Drei Sterne und 3D-Optik: So sieht das neue EHC-Trikot 2018/19 aus

Die vergangene Saison lief mit der verpassten Olympia-Nominierung für Sie nicht optimal. Was haben Sie sich persönlich vorgenommen?

Abeltshauser: Ich möchte auf jeden Fall konstanter wie letzte Saison spielen, da war es ein bisschen durchwachsen. Wenn ich die Olympia-Highlights sehe, dann muss ich schon viel schwerer schlucken als nach einem verlorenen Spiel. Aber der Blick geht jetzt nach vorne: Ich hatte einen super Sommer und bin so fit wie noch nie.

Interview: Max Kramer

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Red Bull Salute als EHC-Meister-Omen? „Ein bisschen abergläubisch sind wir ja auch“
Red Bull Salute als EHC-Meister-Omen? „Ein bisschen abergläubisch sind wir ja auch“

Kommentare