Interview mit EHC-Trainer

Don Jackson: "Mein Ziel ist immer siegen"

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Don Jackson.

München - Am Montag bekam Don Jackson mit dem Stürmer Jon DiSalvatore einen weiteren Neuzugang für seinen Kader. In der tz spricht der Eishockey-Trainer des EHC RB München heute über seine Saisonziele, seine Spielphilosophie und sein Team.

Herr Jackson, seit zehn Tagen befinden Sie sich nun mit Ihrem neuen Team im Traininglager in Garmisch-Partenkirchen. Was ist Ihr erster Eindruck?

Jackson: Die erste Woche verlief äußerst positiv, mein erster Eindruck ist sehr zufriedenstellend. Die Mannschaft ist motiviert und engagiert. Wir haben bereits gut gearbeitet und trainiert. Es ist zu spüren, dass die Spieler in der kommenden Saison etwas erreichen wollen.

Ist eine gute Vorbereitung der Schlüssel für eine erfolgreiche Saison?

Jackson: Ich würde nicht unbedingt von dem Schlüssel sprechen, denn während einer Saison passieren viele Dinge, die nicht vorhersehbar oder planbar sind. Es kommt also auch darauf an, gut zu reagieren und dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Allerdings ist es natürlich richtig, dass in der Vorbereitungszeit der Grundstein für den Erfolg gelegt werden muss. Wir haben beispielsweise einige neue Spieler dazubekommen. Es ist wichtig, dass sich das Team bis zu unserem ersten Punktspiel am 12. September in Hamburg gut aufeinander einspielt und zusammenwächst.

Wie lauten Ihre Ziele für die kommende Spielzeit? Was ist dieses Mal drin?

Jackson: Als Trainer und Spieler sollte es in aller erster Linie nur ein Ziel geben, und das heißt: siegen! Das Hauptaugenmerk sollte immer auf dem anstehenden Spiel und dem Willen, dieses positiv zu bestreiten, liegen. Und wenn man dann erst einmal die Playoffs erreicht hat, ist alles möglich. Das haben wir auch in der vergangenen Saison am Beispiel von Ingolstadt gesehen.

Wie sieht es mit der Erwartungshaltung Ihnen gegenüber aus. Spüren Sie einen gewissen Druck?

Jackson: Natürlich spielt Druck im Profisport immer eine Rolle. Aber das ist normal und gehört dazu. Mir gefällt das Wort Druck allerdings nicht. Ich bezeichne diesen Umstand lieber als Herausforderung. Schließlich liegt es in der eigenen Hand, was man aus den gegebenen Umständen macht.

Sie sind erst in diesem Sommer zum Team gestoßen. Können Sie Ihre Spielphilosophie beschreiben?

Jackson: Ich lege viel Wert auf Schnelligkeit und Bewegung im Spiel. Was diese Punkte angeht, können wir sicherlich auch von der Breite unseres Kaders profitieren. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist natürlich die Verteidigung. Nur wenn es dort funktioniert, kann auch selbstbewusst im Angriff aufgetreten werden.

Sie sind für Ihre Akribie, aber auch für Ihre ruhige Ausstrahlung bekannt.

Jackson (lacht): Das kann sein. Mir ist es wichtig, meine Aufgaben bestmöglich zu bearbeiten. Mein erster Gedanke in der Früh dreht sich um Eishockey und auch mein letzter kurz vor dem Einschlafen. Ich denke, das geht vielen Trainern so.

Interview: Lena Meyer

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