Playoff-Superman traf schon sechs Mal

Jackson über EHC-Kapitän: "Wolf an der Spitze seines Spiels"

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Achtung, der Wolf kommt: EHC-Kapitän Michael Wolf traf auch im dritten Spiel gegen Köln zweimal.

München - Der Kapitän geht voran: Michael Wolf hat bereits sechs Tore in den bisherigen acht Playoff-Spielen erzielt. Er ist aktuell der Mann der Stunde beim EHC.

„Wir brauchen keinen ­Superman“, sagte Toni Söderholm. „Wir brauchen die Jungs, die wir haben.“ Aber irgendwie haben sie ihn doch, den Superman beim EHC Red Bull München. Den Playoff-Helden.

Mit seinem Doppelpack beim 3:1-Erfolg im dritten Halbfinal-Match gegen die Kölner Haie schnürte Michi Wolf einen Doppelpack, hat jetzt sechs Tore in acht Playoff-Spielen dieser Saison. „Wenn er zwei Tore schießt, freut es mich“, meinte Söderholm und ergänzte lachend: „Er kann in jedem Spiel zwei Tore schießen, dann freut es mich noch mehr.“ Auch EHC-Headcoach Don Jackson lobte: „Er hatte wieder einen großartigen Tag. Er ist der beste Scorer bei uns bis zu diesem Zeitpunkt.“

Dabei sind es keineswegs nur die Treffer allein, die den Kapitän aktuell auszeichnen. Klar, sie sind wichtig, wie eben gegen die Haie, als der 35-Jährige seinem Team damit den Weg zum Sieg ebnete. Aber es sind vor allem auch seine Eigenschaften. „Man merkt, warum er ein guter Leader ist“, sagte Söderholm. „Der Eindruck, den er den Spielern vermittelt, ist perfekt.“

Als Beispiel zog der Finne das fünfte und entscheidende Duell im Viertelfinale (2:1) gegen die Straubing Tigers heran. Nicht nur deshalb, weil Wolf da auch zweimal erfolgreich war. „Es sind nicht die Tore allein“, erklärte Söderholm.

„Dass er die Schüsse überhaupt nimmt, das ist der Schlüssel. Er hat keine Angst vor Fehlern. Wenn er die Chance auf ein Tor hat, dann schießt er.“ Genauso wie in einigen anderen Partien gegen die Niederbayern zuvor, als der Kapitän nicht immer für seinen Mut belohnt worden war. Aber ein Wolf steckt eben nicht den Kopf in den Sand.

„Er ist im Moment an der Spitze seines Spiels“, lobte Jackson. Für den Trainer der Red Bulls sei der 35-Jährige „jemand für jede Situation. Ob es Powerplay ist, Penaltykilling oder Fünf gegen Fünf.“ Söderholm ergänzte: „Er arbeitet so hart, zuerst in der Defensive, dann kommt alles andere. Er nimmt keinen schlechten Wechsel.“

Und was sagte Wolf selbst? „Ich bin froh, wenn die Dinger einfach eingehen, egal wie“, meinte er. „Am Ende spielt es keine Rolle, wer die Dinger reindrückt. Wichtig ist, in einem Spiel zwei, drei Tore schießen zu können, dann haben wir die Chance, die Partie zu gewinnen.“ Er weiß ja, wie’s geht.

Am Mittwoch steigt das vierte Spiel in Köln (bei uns im Live-Ticker).

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