Don Jackson zieht Halbzeitbilanz

"Wir konnten einiges lernen"

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Cheftrainer des EHC: Don Jackson

München - Etwas mehr als die Hälfte der Saison ist für den EHC Red Bull München rum. Höchste Zeit, um Zwischenbilanz zu ziehen. Die tz traf Cheftrainer Don Jackson in der Olympia-Eissporthalle.

Die tz traf Cheftrainer Don Jackson in der Olympia-Eissporthalle und sprach mit ihm über den bisherigen Saisonverlauf, die Verletzungssorgen, das Spiel am Donnerstag in Hamburg (19:30 Uhr) und den aktuellen Neuzugang Maximilian Kastner.

Herr Jackson, danke, dass Sie sich persönlich Zeit genommen haben! Wie geht es Ihnen?

Jackson: Gern! Wie es mir geht? Nun ja, meine Standardantwort ist immer: So, wie das letzte Spiel war.

Könnte also besser sein…

Jackson (lacht): Das kann man so sagen. Die Niederlage gegen Mannheim am vergangenen Freitag war bitter. Vor allem, weil es um den ersten Tabellenplatz ging. Ich denke, das hat die ganze Sache für uns auch mental erschwert. Trotzdem konnten wir einiges aus der Partie lernen. Wir sind weiterhin zuversichtlich und konzentrieren uns voll und ganz auf das heutige Spiel in Hamburg.

Einen bitteren Nachgeschmack hat das Mannheim-Spiel: Felix Petermann verletzte sich schwer. Er fällt mit einer Schulterluxation mindestens zehn Wochen aus.

Jackson: Richtig, der Ausfall von Felix ist sehr bitter für uns. Mir tut es vor allem für ihn selbst leid. Wir unterscheiden zwischen Muskel-, Nerven- und traumatischen Verletzungen. Seine Verletzung zählen wir zu einer traumatischen, schließlich ist sie bei einem Schlag gegen die Bande passiert. Ich hoffe, dass er sich schnellstmöglich erholen kann.

Felix Petermann reiht sich in eine lange Liste von Verletzten ein. Werden Sie personell nachlegen?

Jackson: Ja, schon heute in Hamburg werden wir einen neuen Spieler im Line-up haben: Maximilian Kastner, der bisher in der zweiten Liga beim SC Riessersee gespielt hat, wird uns aus der Stürmer-Position verstärken.

Worauf kommt es in Hamburg an?

Jackson: Man muss beachten, dass die Hamburg Freezers in der ersten Saisonhälfte eine große Entwicklung durchlaufen haben. Und genau das macht sie – besonders in der eigenen Halle – so stark. Wir müssen von Beginn an hochkonzentriert sein und möglichst wenig Strafzeiten kassieren. Außerdem müssen wir im Falle eines Überzahlspiels unsere Chancen besser nutzen, als beispielsweise im Mannheim-Spiel.

Vor dem letzten Spiel hat das allerdings schon gut funktioniert. Sie gewannen sieben Spiele in Serie, stehen derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Jackson (lacht): Wir sind zufrieden (auf Deutsch). Wirklich, ich orientiere mich in allererster Linie an den Statistiken und die sind gut. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt und die gesunden Spieler sind in einer sehr guten physischen Verfassung. Was die Verletzungen angeht, hatten wir natürlich ein wenig Pech. Aber jedes Team muss hin und wieder durch so eine Phase durch. Wir geben unser Bestes, um die Ausfälle weiterhin zu kompensieren. Deswegen haben wir uns ja auch noch einmal verstärkt.

Wie lauten Ihre Ziele für die zweite Saisonhälfte?

Jackson: Das Wichtigste ist die Gesundheit der Spieler, keine Frage. Ansonsten – diese Aussage wiederhole ich immer wieder – schauen wir wirklich von Spiel zu Spiel. Alles andere macht keinen Sinn. Die Playoffs haben ihre eigenen Gesetze, dafür gibt es genug Beispiele. In der regulären Spielzeit alle Partien zu gewinnen, bedeutet nicht, die Playoffs als Meister abzuschließen.

Sie und Ihre Mannschaft müssen rund um die Weihnachtstage einen straffen Terminplan absolvieren. Nach dem Heimspiel am Sonntag gegen Düsseldorf folgen drei weitere Spiele in der kommenden Woche. Haben Sie überhaupt Zeit, Weihnachten zu feiern?

Jackson: Ein wenig Zeit bleibt schon. Ich werde mit meiner Frau und meiner Tochter gemeinsam essen und ein wenig feiern.

Und die Gedanken an Eishockey für ein paar Stunden ausblenden?

Jackson (lacht): Vielleicht, wenn wir eine Runde Karten spielen. Aber so ist das nun einmal: Als Trainer ist man eben immer im Einsatz.

Interview: Lena Meyer

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