Pleite daheim, Tabellenspitze futsch

Führung verspielt: Kaltschnäuziges Wolfsburg überrumpelt EHC

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Yannic Seidenberg (vorne) und die Red Bulls konnten Wolfsburg-Keeper Gerald Kuhn nur zweimal bezwingen - zu wenig.

Der EHC Red Bull München verliert trotz Führung nach dem ersten Drittel zu Hause gegen Vizemeister Wolfsburg und verpasst den Sprung zurück an die Tabellenspitze.

Zweite Heimniederlage in Folge für den EHC Red Bull München. Der Meister unterlag am Freitagabend dem Vize-Meister Grizzlys Wolfsburg mit 2:5 (1:0, 0:4, 1:1) und verpasste so den Sprung zurück an die Tabellenspitze. Der Grund: Eine schier unfassbare Effizienz der Gäste im Mitteldrittel.

Dabei sah es im ersten Drittel nach einem sicheren Heimsieg aus. Die Hausherren dominierten das Spiel, agierten ruhig und clever an der Scheibe und hatten durch Maxi Kastner, Jason Jaffray und Derek Joslin mehrere gute Gelegenheiten. Folgerichtig fiel das 1:0 durch Jaffray, der einen Flaake-Traumpass durch den Torraum ins Netz beförderte. Eine absolut verdiente Pausenführung für die Red Bulls

Was sich dann aber im Mittelabschnitt abspielte, lässt sich nur schwer erklären. Wolfsburg kam wie aus dem Nichts zum Ausgleich, als sich EHC-Topscorer Keith Aucoin von Gerrit Fauser den Puck stibitzen ließ und dieser an Keeper David Leggio vorbei einschob (24.). Nur 63 Sekunden später stocherte Kamil Kreps die Scheibe zum 1:3 ins Tor, ehe Tyson Mulock (29.) und erneut Fauser (33.) die Partie sogar auf 1:4 stellten. Vier echte Grizzly-Chancen, vier Treffer - die 4360 Zuschauer und wohl auch die Cracks auf dem Eis wussten nicht so recht, wie ihnen geschah.

Der Treffer zum 2:4 durch Brooks Macek in Unterzahl ließ Hoffnung aufkeimen (42.), doch nur 35 Sekunden später rutschte Leggio ein Haskins-Versuch zwischen den Hosenträgern zum 2:5 durch. Darauf fand der EHC keine Antwort mehr.

Am Sonntag muss der EHC im Spitzenspiel bei den nun wieder von Tabellenspitze grüßenden Ice Tigers in Nürnberg antreten.

Florian Weiß

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