Seidenberg-Treffer kommt zu spät

EHC kassiert Pleite gegen Kölner Haie

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Matthew Smaby (l., EHC) im Zweikampf mit Kölns Jamie Johnson.

Köln - Der EHC RB München im Aufwind nach dem 5:4-Overtimesieg am Freitag gegen die Straubing Tigers? Fehlanzeige! Am Sonntag verloren die Münchner in Köln.

Sonntag Nachmittag unterlagen die Bullen den Kölner Haien mit 1:2 (0:1, 0:1, 1:0).

Kraft habe man an Weihnachten tanken wollen und die Akkus wieder aufladen, hatte Mads Christensen vor Heiligabend verkündet. Gegen Straubing schien dies zu gelingen, nach vier Pleiten in Serie konnten die Münchner endlich wieder gewinnen. Gegen Köln wollten sie der Negativspirale endgültig entkommen. Geklappt hat das nicht.

14 172 Zuschauer in der LANXESS-Arena konnten beobachten wie dieses Unterfangen schnell zunichte gemacht wurde. Rekordverdächtig schnell! Nach sieben Sekunden eroberte Haie-Stürmer Ryan Jones den Puck und erzielte die Blitz-Führung für die Domstädter - es war das schnellste Tor der Kölner Vereinsgeschichte! „Ein besseres Comeback hätte ich mir nicht vorstellen können“, sagte Jones nach abgelaufener Sperre stolz. „Es war das erste Spiel, das mein Sohn Lincoln, der am 6. Januar ein Jahr alt wird, gesehen hat. So ein schnelles Tor ist mir noch nie gelungen.“ Von diesem Turbo-Tor zeigte sich der EHC derart geschockt, dass in der Folge immer wieder Konzentrationsfehler zu Chancen für die Haie führten. Hätte Niklas Treutle im EHC-Gehäuse keinen Sahnetag erwischt, wären die Bullen wohl mit mehr als einem Tor Unterschied in die Drittelpause gegangen.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild: Der EHC drängte jetzt auf den Ausgleich und kam über Barta und Christensen zu guten Möglichkeiten, die Haie-Goalie Danny aus den Birken stark parieren konnte. Mitten in die Drangphase der Bayern dann der zweite Tiefschlag, den die cleveren Kölner dem Gast versetzten. Michael Iggulden schob stark ins kurze Eck und versetzte das Kölner Publikum in Ekstase (36.). Im Schlussdrittel gab es Chancen hüben wie drüben. 46 Sekunden vor der Schlusssirene stocherte Yannic Seidenberg den Puck in Überzahl ins Gehäuse und leitete wilde Schlusssekunden ein. München versuchte alles, der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Am Dienstag empfängt der EHC die Augsburger Panther zum Derby - vielleicht ja auch gleich zu Beginn hellwach.

Maxi Schmeckel 

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