Köln gleicht in Serie aus

Eiskalte Haie revanchieren sich beim EHC

+
Der Treffer von Steve Pinizzotto reichte dem EHC RB München bei den Kölner Haien nicht.

Köln - Das Ergebnis ist dasselbe, der Sieger ein anderer. Der EHC Red Bull München leistet sich zu viele Fehler und verliert bei den Kölner Haien, die damit in der Halbfinal-Serie ausgleichen.

Autsch, diese Revanche hat gesessen! Die Kölner Haie wollten die klare 1:5-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen der Halbfinale nicht auf sich sitzen lassen und schlugen eiskalt zurück. Diesmal war es der EHC Red Bull München, der das Eis als Verlierer verließ – ebenfalls mit einem 1:5 (0:3, 1:1, 0:1). Damit glichen die Rheinländer in der Best-of-Seven-Serie zum 1:1 aus. "Ich bin sehr sauer und enttäuscht", meinte Headcoach Don Jackson unmittelbar nach der Partie: "Wir hatten keine Disziplin im Spiel. Mein Respekt gilt der Arbeit der Kölner Haie, die ein großes Spiel gezeigt haben. Eines ist klar: Wir können nur mit Disziplin gewinnen."

Jerome Samson hatte es irgendwie prophezeit. „Das kann ein ganz anderes Spiel werden“, meinte der EHC-Stürmer am Mittwoch. Wurde es. Allein schon deshalb, weil sie die Haie diesmal wesentlich öfter in der Offensive einschalteten. Der EHC scheiterte derweil an seiner Effektivität bei 14 Torschüssen im ersten Abschnitt. Die Haie brachten es im selben Zeitraum auf zehn – mit einem gewaltigen Unterschied: Sie waren eiskalt und bissen fest zu. Niemand war bei Patrick Hager, der seinen Schlagschuss souverän an David Leggio vorbei zum 0:1 aus Sicht der Gäste platzierte (4.). Und auch beim 0:2 sah die Münchner Defensive nicht sonderlich gut aus: Nach einem Pass an die blaue Linie hatte Nickolas Latta nur noch Leggio vor sich. Der Kölner ließ den Goalie aussteigen und schob ein (7.). Den Red Bulls bot Shawn Lalonde nach Scheibenverlust die Chance auf den Anschluss, aber Daniel Sparre brachte den Puck nicht an Keeper Gustaf Wesslau vorbei (15.). Stattdessen ließ Ryan Jones das 0:3 folgen (19.). Wieder völlig blank aus zentraler Position. Wieder mit freier Sicht für Leggio.

Der EHC leistete sich ungewohnt viele Fehler im Spielaufbau und haben den Haien zu viel Freiraum. Hager bestrafte das vor 18.068 Zuschauern im doppelten Powerplay für die Rheinländer mit dem 0:4 (26.). München brachte durch ständige Strafzeiten derweil keinen ordentlichen Spielfluss zustande – bis Steve Pinizzotto ein Lebenszeichen sendete: Der Stürmer hämmerte die Scheibe in den Winkel und verkürzte auf 1:4 (37.).

Die Haie nisteten sich aber nach wie vor nicht hinten ein und gestalteten die Partie ausgeglichen, ehe sie sie endgültig für sich entschieden. Als der EHC im Powerplay an der blauen Linie den Puck verloren hatte, war Jones Sieger im Duell mit Leggio und stellte auf 1:5 aus Münchner Sicht (49.), womit die Luft raus war. Schon am Sonntag im dritten Spiel der Halbfinal-Serie wollen die Red Bulls im Olympia-Eisstadion (14.30 Uhr) alles wieder vergessen lassen und sich wieder von ihrer besseren Seite zeigen. Nötig ist es.

Die Playoffs der DEL 2016 - alle Infos und Termine

Wie Sie die DEL Playoffs 2016 live sehen, erfahren Sie im TV Guide. Außerdem haben wir für Sie alle wichtigen Infos zu den DEL Playoffs 2016 zusammengefasst.

EHC Red Bull München - Kölner Haie im Halbfinale: Die Playoff-Duelle im Ticker

Spiel 1: EHC Red Bull München - Kölner Haie

Spiel 2: Kölner Haie - EHC Red Bull München

Spiel 3: EHC Red Bull München - Kölner Haie

Spiel 4: Kölner Haie - EHC Red Bull München

EHC Red Bull München: So lief das Viertelfinale

Spiel 1: EHC Red Bull München gegen Straubing Tigers 5:0

Spiel 2: Straubing Tigers gegen EHC Red Bull München 1:2 n.V.

Spiel 3: EHC Red Bull München gegen Straubing Tigers 4:0

Spiel 4: Straubing Tigers gegen EHC Red Bull München 2:1

Spiel 5: EHC Red Bull München gegen Straubing Tigers 2:1

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare