EHC im Finale gegen die Grizzlys

Mads Christensen hat den Meister-Plan!

+
Mads Christensen.

München - Mads Christensen vom EHC Red Bull München betont vor dem Start der Final-Serie gegen Wolfsburg, die Ruhe zu bewahren. Der Stürmer weiß, wovon er redet und könnte von der Vergangenheit profitieren.

Mads Christensen kennt das Gefühl. Sehr gut sogar. Playoffs. Finale. Dreimal stand er mit den Eisbären Berlin bereits im Endspiel um Kampf um die Meisterschaft in der DEL, dreimal holte er sich mit seinem Team den Pokal. Sein Trainer Damals wie heute: Don Jackson. Jetzt will der Stürmer mit dem EHC Red Bull München in der am Freitag startenden Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg (19.30 Uhr hier im Live-Ticker) nur allzu gern den nächsten Titel holen.

Hilft der Blick zurück? „Das“, beteuert der 29-Jährige im Gespräch mit der tz, „ist Vergangenheit. Aber das war alles kein Zufall.“ Das A und O sei das System. Eines, das sehr gut geeignet sei für die Playoffs eigne: „Du brauchst viel Energie, wir spielen mit hohem Tempo. Das ist unsere starke Seite.“ Zumal zuletzt kaum ein anderer so sehr mit dem Prädikat „Meistertrainer“ versehen wurde wie Jackson. „Ihm ist es recht egal, wie viele Tore einer schießt oder wie viele Vorlagen er gibt“, erklärt Christensen. „Es kommt immer auf harte Arbeit an und auf charakterstarke Leute. Die haben wir.“

Nicht das erste Finale gegen die Grizzlys

Ein Rezept, das bisher aufgegangen ist. Dabei weiß der Däne auch wie es ist, gegen die Grizzlys ein Finale zu gewinnen. In der Saison 2010/11 stand er ihnen mit den Eisbären gegenüber, entschied die Best-of-Five-Serie glatt mit 3:0 für sich. „Aber da waren sie auch sehr stark“, erinnert sich der 29-Jährige. So wie vor einem Jahr, als der EHC mit 0:4 im Viertelfinale ausschied. Rachegelüste? „Es ist eine neue Mannschaft dieses Jahr, viele waren nicht dabei“, sagt der Stürmer: „Aber die, die dabei waren, haben das aber sicher im Hinterkopf. Doch es geht um etwas Größeres: Der Meister-Titel ist wichtiger als Revanche. Wir müssen den Kopf oben behalten, egal was passiert.“

Mads Christensen bringt es in den Playoffs bisher auf acht Scorerpunkte.

Da interessiert es Christensen herzlich wenig, dass Wolfsburgs Coach Pavel Gross dem EHC die Favoritenrolle zugeschoben hat. „Klar will er das sagen. Es ist immer schöner, der Underdog zu sein“, meint der 29-Jährige. „Sie stehen ja nicht ohne Grund im Finale.“ Gross‘ Argument im tz-Interview, ganz andere Mittel als die Münchner zur Verfügung zu haben, lächelt Christensen ebenfalls müde weg: „Sie haben auch Geld in Wolfsburg. Geld kann dir gute Spieler bringen, aber das ist keine Garantie für ein gutes Mannschaftsgefüge.“

Statt einen Underdog erwarten die Red Bulls einen Kontrahenten mit vielen Parallelen zur eigenen Mannschaft: „Auch sie arbeiten sehr, sehr hart“, meint Christensen. „Das wird ein Krieg, jeder will den Pokal.“ Die Waffen für diesen Krieg sind jedenfalls gerichtet. Vor allem die Offensive mit vier nahezu gleichstarken Reihen. Erwischt die eine einen eher schlechteren Tag, springt die andere in die Bresche. „Das ist unser Schlüssel“, sagt der 29-Jährige. Auch zum Titel? „Das wäre geil“, meint der Däne. „Doch das ist ein langer Weg. Wir bleiben ruhig.“ Auch kein unwesentlicher Faktor. Das weiß Christensen aus eigener Erfahrung.

Die Final-Serie zwischen dem EHC Red Bull München und den Grizzlys Wolfsburg

Spiel 1: EHC Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 2:1 nach Overtime

Spiel 2: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So geht es Maxi Kastner jetzt
So geht es Maxi Kastner jetzt
EHC verliert wieder gegen Aufsteiger - und verspielt Platz eins
EHC verliert wieder gegen Aufsteiger - und verspielt Platz eins
Meister München patzt gegen Bremerhaven
Meister München patzt gegen Bremerhaven
Kahun vor Comeback: „Wunderbares Gefühl“
Kahun vor Comeback: „Wunderbares Gefühl“

Kommentare