Niederlage gegen Mannheim

EHC verliert Spitzenspiel  - Sorge um Petermann

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Münchens Mads Christensen im Kampf um den Puck mit Frank Mauer aus Mannheim.

München - Der EHC München verliert das DEL-Topspiel gegen die Adler Mannheim vor ausverkaufter heimischer Kulisse. Sorgen bereitet Felix Petermann, der ins Krankenhaus musste.

Der EHC München bleibt Spitzenreiter in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Aber dass es so sein würde, wusste er schon, bevor er am Freitagabend zum Topspiel gegen die Adler Mannheim antrat – denn auf die hatte er vier Zähler Vorsprung. Jetzt ist es nur noch einer. Der EHC unterlag dem Verfolger 2:5 (0:2, 1:0, 1:3), seine Serie von sieben Siegen fand keine Fortsetzung. Und das Team von Trainer Don Jackson bekam zu spüren, dass Mannheim noch mehr zu bieten hat als man selbst (wie auch schon an der 0:4-Niederlage im Oktober bei den Badenern zu sehen war). Die Adler haben zwei Spiele weniger und werden wohl bald wieder die Tabellenführung übernehmen.

Erstmals in dieser Saison spielte der EHC vor ausverkauftem Haus (6142 Besucher) – und wirkte leicht verklemmt. Als es 0:2 stand und ein dritter Mannheimer Treffer wegen Torraumabseits nicht anerkannt worden war, hörte man aus Fankreisen ein deutliches „Kämpft für eure Kurve“. In der Phase bis dahin waren sogar Spielern wie Abwehrführer Richie Regehr leichte Fehler unterlaufen, vorne wurden kaum Chancen herausgespielt, im Tor wirkte Niklas Treutle nicht sattelfest. Jonathan Rheault nutzte das mit dem Mannheimer 1:0 aus (13. Minute), und Adler-Verteidiger Christoph Fischer gelang mit dem perfekten Schuss das 2:0 (15.). Es war still in der Olympia-Eishalle.

Den Wachruf lieferte Thomas Holzmann, der nach diversen Ausfällen von Stammkräften in den ersten Sturm aufgerückt war. Eine wichtige Szene in der 23. Minute: Holzmann lief aufs Mannheimer Tor zu, schüttelte Widersacher Christoph Fischer ab, kam im Fallen zum Abschluss – die aus Holzmanns Energieleistung resultierende Nachschussmöglichkeit verwertete Kapitän Michael Wolf zum Münchner 1:2. Von da an lief es besser, die Nordkurve musste sich nicht mehr beschweren. München machte mehr – doch Mannheim hatte einen vorzüglichen Torwart: Dennis Endras, die deutsche Nummer eins und ein Meister im ruckartigen Ausfahren seiner Gliedmaßen. An Endras scheiterten die EHCler in Serie – und John DiSalvatore an der Torlatte (31.). Begonnen hatte München das zweite Drittel noch mit Felix Petermann in der Abwehr, als dieser Abschnitt zu Ende ging war er schon zur Untersuchung im Krankenhaus – Verdacht auf Bruch an der linken Hand.

EHC verliert zu Hause gegen Adler - Bilder

EHC verliert zu Hause gegen Adler - Bilder

Das letzte Drittel geriet zum großen Test für München: Reicht die Qualität, um gegen ein top besetztes Team wie die Adler einen Rückstand aufzuholen? Nein. Zunächst wurde aus dem 1:2 ein 1:3 (Rheault/49.), Boyle brachte den EHC auf 2:3 heran (51.), Sparre traf den Pfosten (55.) – und Mannheim durch Mauer (58.) und Tardif (59.) jeweils ins leere Münchner Tor zum 2:4 und 2:5. Die Adler drei Tore und mindestens einen Tick besser.

Von Günter Klein

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